Dienstag, 14. August 2018

Der alt er bedre med litt promille

Hei hei,
ich dachte langsame ist es mal wieder an der Zeit für einen neuen Post.
Letztes Wochenende waren Hannah und ich nämlich in Oslo auf dem Øyafestivalen zusammen mit Greta und Maria.
Da das Festival von Mittwoch bis Samstag (wer überlegt sich sowas? Leute müssen arbeiten!) ging, sind wir schon am Dienstag Nachmittag nach der Arbeit mit dem Nettbuss nach Oslo gefahren.
Hat auch wie immer alles reibungslos geklappt, auf den nettbuss ist eben einfach Verlass.
Am Busbahnhof haben wir uns dann schon mit Greta und Maria getroffen und sind alle zusammen zum Festivalgelände gefahren, um schonmal unsere Bändchen für den ersten Tag abzuholen.
Wie beim Stavern haben wir nämlich auch bei diesem Festival wieder als Freiwillige gearbeitet und für Greta und Maria ging es am Mittwoch schon um 8:00 los.
Wir hatten uns was die Arbeitszeiten angeht vorher leider nicht so wirklich gut abgesprochen, sodass Greta und Maria Mittwoch und Samstag und Hannah und ich Donnerstag und Samstag gearbeitet haben.
Da das Øya wirklich mitten in Oslo, genauer im Tøyenpark stattfindet, kann man dort nicht campen, sodass wir bei Greta und Maria zu Hause geschlafen haben, was aber auch ziemlich entspannt war.
ich glaube ich berichte jz mal einzeln, kurz von den 4 Festivaltagen...

1. dagen - Onsdag:
Nachdem Maria und Greta ja wie gesagt Mittwoch schon ziemlich früh los mussten, haben Hannah und ich erstmal bis 12:30 ausgeschlafen und das Festival so ganz entspannt begonnen.
Nach einem ausgiebigen Frühstück haben wir uns dann erstmal den ersten Cider des Tages beim Kiwi geholt und uns auf den Weg zum Festivalgelände gemacht.
Von Greta und Maria zu Hause brauchte man ca. 20-30 Minuten.
Wir haben uns dann erstmal ein bisschen auf dem Gelände umgesehen.
Insgesamt gab es 4 Bühnen, einen Bereich mit Essensständen und viele andere Sachen wie zB ein Fretexzelt mit Secondhand Klamotten, einen Merchstand und einen Stand an dem man sich selber Buttons gestalten konnte.
Die erste Künstlerin, die Hannah und ich richtig gut fanden war Jenny Lewis aus den USA, die Popmusik mit ein bisschen Country gemacht hat.
Als Greta und Maria dann um 17:30 frei hatten, sind wir nochmal vom Gelände runtergegangen um uns beim Kiwi was zu essen und trinken zu holen und kurz in einem nahegelegenen Park zu chillen.
Da das Festival in der Stadt ist, konnte man immer super entspannt zwischendurch rausgehen und sich was zu essen oder so holen, was an den Essensständen immer total überteuert war.
Anschließend haben wir uns dann erst Arcade Fire und dann später den Hauptact des Tages die Arctic Monkeys angehört.
Wir waren von beiden nicht so super Fans aber die Arctic Monkeys waren schon echt ganz cool, wie eigentlich alle letzten Konzerte jeden Tag, bei denen alle Leute da waren und gefeiert haben.

2. dagen - Torsdag:
Donnerstag mussten Hannah und ich dann beide an der Pepsi Bar arbeiten, aber leider zu unterschiedlichen shifts, da wir uns zu spät eingetragen hatten.
Für mich ging es schon um 11:00 los, sodass ich morgens erstmal alleine aufgestanden und zum Tøyenpark gefahren bin.
Ich hab mich dann erstmal beim frivillig insjekk angemeldet, mein Bändchen für den Tag abgeholt und einige coole Sachen wie eine Kappe, einen Beutel und ein Shirt mit dem Øya Logo bekommen.
Anschließend ging es dann mit unserem Barchef und meinen 5 Mitfreiwilligen zur Pepsi Bar, die ein bisschen oberhalb lag, sodass man einen super Blick auf die Hauptbühne hatte.
Dort haben wir dann erstmal eine kurze Einweisung bekommen und die Bar klargemacht.
Unser Barchef hat dann aber eine Nachricht bekommen, dass an der Cocktailbar noch ein Freiwilliger gebraucht wird und da niemand von uns wechseln wollte musste er jemanden auswählen und hat natürlich mich genommen.
Ich war erstmal ziemlich genervt, weil man von der anderen Bar keine der Bühnen sehen konnte und ich nicht mit Hannah zusammenarbeiten konnte, aber im Endeffekt war es super cool an der Cocktailbar.
Dort habe ich erstmal mit 3 anderen Freiwilligen zusammengearbeitet und wir hatten die 2 coolsten und nettesten Barchefs, die das Arbeiten auch nochmal viel angenehmer gemacht haben.
Ich habe dann bis 19:00 Drinks gemixt, Bestellungen an der Kasse aufgenommen und durfte einmal sogar mit einem anderen Freiwilligen in den Backstagebereich um dort Drinks abzuliefern.
Der Arbeitstag hat echt super viel Spaß gemacht und ging auch viel schneller rum als gedacht.
Nach der Arbeit habe ich mich dann mit Greta und Maria getroffen und wir haben uns noch ein paar kleinere Bands angesehen, bevor um 21:30 der Hauptact des Tages Kendrick Lamar aufgetreten ist.
Das ist eigentlich echt nicht meine Musik und ich kannte glaub ich auch nur ein Lied oder so, aber er war echt super sympathisch und hat total Stimmung gemacht und alle haben ihn eh einfach total gefeiert. Anschließend haben wir uns dann mit Hannah getroffen, die bis 23:30 arbeiten musste und sind nach Hause gefahren.

3. dagen - Fredag:
Freitag hatten wir dann endlich alle zusammen frei. Wir haben natürlich erstmal wieder ausgeschlafen und haben uns dann so gegen 14:00 auf den Weg zum Festival gemacht.
Los ging unser Tag mit der Band "Superorganism", die echt super cool war.
Den Tag über haben wir aber noch viele andere coole Acts wie zB die Ragge Künstlerin Hollie Cook, die norwegische Band delillos und Charlotte Gainsbourg gesehen und gehört.
Zwischendurch waren wir auch wieder draußen und haben uns mit Brötchen und Kartoffelsalat aus dem Supermarkt gestärkt.
Abends hat dann Lykke Li gespielt, bei der die Wiese vor der Bühne mal wieder rappelvoll war.
Ich kannte vorher echt kein Lied außer "I follow rivers", aber Lykke Li hat auch ein paar schöne andere Lieder gespielt und die Stimmung ordentlich angeheizt.
Nach dem letzten Konzert sind wir dann noch Kebab essen gegangen, weil wir alle super Hunger hatten und anschließend mit der Trikk nach Hause gefahren.

4. dagen - Lørdag:
Samstag mussten wir vier dann alle nochmal arbeiten. Greta und Maria von 13:30 bis 21:30 in der Küche und Hannah und ich von 15:30 bis 23:30 an der Pepsi Bar.
Meine norwegische Lieblingsband No.4 hat zum Glück um 13:00 gespielt, sodass wir sie noch sehen konnten, bevor wir zur Arbeit mussten.
Die Mädels haben dann auch echt nicht enttäuscht und auch live super gespielt und gesungen, sodass ich sie jz nochmal toller finde!
Bevor es an der Pepsi Bar losging haben Hannah und ich dann noch im Freiwilligenbereich etwas gegessen.
Dieses mal wurde zum Glück niemand irgendwo anders gebraucht, sodass wir wirklich zusammen an der Pepsi Bar arbeiten konnten.
Da wir die zweite Schicht hatten mussten wir auch nichts aufbauen oder so, sondern konnten die Leute von der ersten Schicht direkt an der Kasse und am Zapfhahn ablösen.
Zwischendurch waren wir ein bisschen überbesetzt, sodass nicht immer jeder etwas zu tun hatte, aber es hat trotzdem Spaß gemacht und als dann die erste Schicht um 19:00 gegangen ist, gab es für uns alle genug zu tun.
Es macht mir echt total Spaß an der Bar zu arbeiten, weil man mit den Festivalbesuchern reden und zwischendurch ganz gut Leute beobachten kann, was auch immer spannend ist.
Das zweite musikalische Highlight des Tages war dann der letzte Act des Festivals, der norwegische Sänger und Rapper "Cezinando", den wir von der Bar auch ganz gut sehen und hören konnten.
Er hat einfach super schöne Texte und Lieder und war bei seinem Auftritt dazu noch super sympathisch und echt.
Um 23:30 hatten wir dann nach längerem Bar aufräumen endlich Schluss und haben uns völlig fertig mit Maria und Greta am Ausgang getroffen.
Zu Ende war unser Abend da aber lange noch nicht, da nach dem Festival jedes Jahr eine legendäre Party für alle Freiwilligen im Rockefeller, einem Club in der Osloer Innenstadt statt, die wir uns natürlich nicht entgehen lassen wollten.
Bevor wir rein konnten mussten wir aber erstmal ewig lange draußen anstehen, was bei ca. 2700 Freiwilligen auch kein Wunder ist.
Das Anstehen hat sich aber gelohnt, da es drinnen für alle Gutscheine für Frei-bier bzw. Wein, eine Diashow mit Fotos des Festivals und eine coole Party auf 2 floors und Terrasse gab.
Wir haben dann auch einige andere Freiwillige, mit denen wir gearbeitet haben getroffen und mit ihnen gequatscht und getanzt.
Gegen 3:00 war die Party dann aber leider mit DJ weg und Licht an schlagartig zu Ende und alle mussten raus.
Da man in Norwegen ja auch eigentlich erst ab 20 in Clubs reinkommt, konnten wir auch nirgendwo weiter feiern und haben uns mit dem Nachtbus auf den Weg nach Hause gemacht.

Insgesamt war das Øyafestivalen super schön mit vielen tollen Bands, guter Stimmung und schönen Begegnungen.
Für Hannah und mich war es auch irgendwie schon mal ein kleiner Abschluss unserer Zeit in Oslo und in Norwegen im allgemeinen, da wir ja schon in knapp zweieinhalb Wochen wieder nach Hause fliegen.
Ich kann garnicht glauben, dass wir bald schon wieder zu Hause sein werden und ich hatte auf dem Øya echt ein paar sentimentale Momente in denen mir mal wieder bewusst geworden ist wie sehr mir Norwegen, die Menschen und auch Oslo fehlen werden.
Ich melde mich bestimmt nochmal bevor es wieder nach Deutschland geht, bis dahin macht es gut!

Eure Helena