Dienstag, 14. August 2018

Der alt er bedre med litt promille

Hei hei,
ich dachte langsame ist es mal wieder an der Zeit für einen neuen Post.
Letztes Wochenende waren Hannah und ich nämlich in Oslo auf dem Øyafestivalen zusammen mit Greta und Maria.
Da das Festival von Mittwoch bis Samstag (wer überlegt sich sowas? Leute müssen arbeiten!) ging, sind wir schon am Dienstag Nachmittag nach der Arbeit mit dem Nettbuss nach Oslo gefahren.
Hat auch wie immer alles reibungslos geklappt, auf den nettbuss ist eben einfach Verlass.
Am Busbahnhof haben wir uns dann schon mit Greta und Maria getroffen und sind alle zusammen zum Festivalgelände gefahren, um schonmal unsere Bändchen für den ersten Tag abzuholen.
Wie beim Stavern haben wir nämlich auch bei diesem Festival wieder als Freiwillige gearbeitet und für Greta und Maria ging es am Mittwoch schon um 8:00 los.
Wir hatten uns was die Arbeitszeiten angeht vorher leider nicht so wirklich gut abgesprochen, sodass Greta und Maria Mittwoch und Samstag und Hannah und ich Donnerstag und Samstag gearbeitet haben.
Da das Øya wirklich mitten in Oslo, genauer im Tøyenpark stattfindet, kann man dort nicht campen, sodass wir bei Greta und Maria zu Hause geschlafen haben, was aber auch ziemlich entspannt war.
ich glaube ich berichte jz mal einzeln, kurz von den 4 Festivaltagen...

1. dagen - Onsdag:
Nachdem Maria und Greta ja wie gesagt Mittwoch schon ziemlich früh los mussten, haben Hannah und ich erstmal bis 12:30 ausgeschlafen und das Festival so ganz entspannt begonnen.
Nach einem ausgiebigen Frühstück haben wir uns dann erstmal den ersten Cider des Tages beim Kiwi geholt und uns auf den Weg zum Festivalgelände gemacht.
Von Greta und Maria zu Hause brauchte man ca. 20-30 Minuten.
Wir haben uns dann erstmal ein bisschen auf dem Gelände umgesehen.
Insgesamt gab es 4 Bühnen, einen Bereich mit Essensständen und viele andere Sachen wie zB ein Fretexzelt mit Secondhand Klamotten, einen Merchstand und einen Stand an dem man sich selber Buttons gestalten konnte.
Die erste Künstlerin, die Hannah und ich richtig gut fanden war Jenny Lewis aus den USA, die Popmusik mit ein bisschen Country gemacht hat.
Als Greta und Maria dann um 17:30 frei hatten, sind wir nochmal vom Gelände runtergegangen um uns beim Kiwi was zu essen und trinken zu holen und kurz in einem nahegelegenen Park zu chillen.
Da das Festival in der Stadt ist, konnte man immer super entspannt zwischendurch rausgehen und sich was zu essen oder so holen, was an den Essensständen immer total überteuert war.
Anschließend haben wir uns dann erst Arcade Fire und dann später den Hauptact des Tages die Arctic Monkeys angehört.
Wir waren von beiden nicht so super Fans aber die Arctic Monkeys waren schon echt ganz cool, wie eigentlich alle letzten Konzerte jeden Tag, bei denen alle Leute da waren und gefeiert haben.

2. dagen - Torsdag:
Donnerstag mussten Hannah und ich dann beide an der Pepsi Bar arbeiten, aber leider zu unterschiedlichen shifts, da wir uns zu spät eingetragen hatten.
Für mich ging es schon um 11:00 los, sodass ich morgens erstmal alleine aufgestanden und zum Tøyenpark gefahren bin.
Ich hab mich dann erstmal beim frivillig insjekk angemeldet, mein Bändchen für den Tag abgeholt und einige coole Sachen wie eine Kappe, einen Beutel und ein Shirt mit dem Øya Logo bekommen.
Anschließend ging es dann mit unserem Barchef und meinen 5 Mitfreiwilligen zur Pepsi Bar, die ein bisschen oberhalb lag, sodass man einen super Blick auf die Hauptbühne hatte.
Dort haben wir dann erstmal eine kurze Einweisung bekommen und die Bar klargemacht.
Unser Barchef hat dann aber eine Nachricht bekommen, dass an der Cocktailbar noch ein Freiwilliger gebraucht wird und da niemand von uns wechseln wollte musste er jemanden auswählen und hat natürlich mich genommen.
Ich war erstmal ziemlich genervt, weil man von der anderen Bar keine der Bühnen sehen konnte und ich nicht mit Hannah zusammenarbeiten konnte, aber im Endeffekt war es super cool an der Cocktailbar.
Dort habe ich erstmal mit 3 anderen Freiwilligen zusammengearbeitet und wir hatten die 2 coolsten und nettesten Barchefs, die das Arbeiten auch nochmal viel angenehmer gemacht haben.
Ich habe dann bis 19:00 Drinks gemixt, Bestellungen an der Kasse aufgenommen und durfte einmal sogar mit einem anderen Freiwilligen in den Backstagebereich um dort Drinks abzuliefern.
Der Arbeitstag hat echt super viel Spaß gemacht und ging auch viel schneller rum als gedacht.
Nach der Arbeit habe ich mich dann mit Greta und Maria getroffen und wir haben uns noch ein paar kleinere Bands angesehen, bevor um 21:30 der Hauptact des Tages Kendrick Lamar aufgetreten ist.
Das ist eigentlich echt nicht meine Musik und ich kannte glaub ich auch nur ein Lied oder so, aber er war echt super sympathisch und hat total Stimmung gemacht und alle haben ihn eh einfach total gefeiert. Anschließend haben wir uns dann mit Hannah getroffen, die bis 23:30 arbeiten musste und sind nach Hause gefahren.

3. dagen - Fredag:
Freitag hatten wir dann endlich alle zusammen frei. Wir haben natürlich erstmal wieder ausgeschlafen und haben uns dann so gegen 14:00 auf den Weg zum Festival gemacht.
Los ging unser Tag mit der Band "Superorganism", die echt super cool war.
Den Tag über haben wir aber noch viele andere coole Acts wie zB die Ragge Künstlerin Hollie Cook, die norwegische Band delillos und Charlotte Gainsbourg gesehen und gehört.
Zwischendurch waren wir auch wieder draußen und haben uns mit Brötchen und Kartoffelsalat aus dem Supermarkt gestärkt.
Abends hat dann Lykke Li gespielt, bei der die Wiese vor der Bühne mal wieder rappelvoll war.
Ich kannte vorher echt kein Lied außer "I follow rivers", aber Lykke Li hat auch ein paar schöne andere Lieder gespielt und die Stimmung ordentlich angeheizt.
Nach dem letzten Konzert sind wir dann noch Kebab essen gegangen, weil wir alle super Hunger hatten und anschließend mit der Trikk nach Hause gefahren.

4. dagen - Lørdag:
Samstag mussten wir vier dann alle nochmal arbeiten. Greta und Maria von 13:30 bis 21:30 in der Küche und Hannah und ich von 15:30 bis 23:30 an der Pepsi Bar.
Meine norwegische Lieblingsband No.4 hat zum Glück um 13:00 gespielt, sodass wir sie noch sehen konnten, bevor wir zur Arbeit mussten.
Die Mädels haben dann auch echt nicht enttäuscht und auch live super gespielt und gesungen, sodass ich sie jz nochmal toller finde!
Bevor es an der Pepsi Bar losging haben Hannah und ich dann noch im Freiwilligenbereich etwas gegessen.
Dieses mal wurde zum Glück niemand irgendwo anders gebraucht, sodass wir wirklich zusammen an der Pepsi Bar arbeiten konnten.
Da wir die zweite Schicht hatten mussten wir auch nichts aufbauen oder so, sondern konnten die Leute von der ersten Schicht direkt an der Kasse und am Zapfhahn ablösen.
Zwischendurch waren wir ein bisschen überbesetzt, sodass nicht immer jeder etwas zu tun hatte, aber es hat trotzdem Spaß gemacht und als dann die erste Schicht um 19:00 gegangen ist, gab es für uns alle genug zu tun.
Es macht mir echt total Spaß an der Bar zu arbeiten, weil man mit den Festivalbesuchern reden und zwischendurch ganz gut Leute beobachten kann, was auch immer spannend ist.
Das zweite musikalische Highlight des Tages war dann der letzte Act des Festivals, der norwegische Sänger und Rapper "Cezinando", den wir von der Bar auch ganz gut sehen und hören konnten.
Er hat einfach super schöne Texte und Lieder und war bei seinem Auftritt dazu noch super sympathisch und echt.
Um 23:30 hatten wir dann nach längerem Bar aufräumen endlich Schluss und haben uns völlig fertig mit Maria und Greta am Ausgang getroffen.
Zu Ende war unser Abend da aber lange noch nicht, da nach dem Festival jedes Jahr eine legendäre Party für alle Freiwilligen im Rockefeller, einem Club in der Osloer Innenstadt statt, die wir uns natürlich nicht entgehen lassen wollten.
Bevor wir rein konnten mussten wir aber erstmal ewig lange draußen anstehen, was bei ca. 2700 Freiwilligen auch kein Wunder ist.
Das Anstehen hat sich aber gelohnt, da es drinnen für alle Gutscheine für Frei-bier bzw. Wein, eine Diashow mit Fotos des Festivals und eine coole Party auf 2 floors und Terrasse gab.
Wir haben dann auch einige andere Freiwillige, mit denen wir gearbeitet haben getroffen und mit ihnen gequatscht und getanzt.
Gegen 3:00 war die Party dann aber leider mit DJ weg und Licht an schlagartig zu Ende und alle mussten raus.
Da man in Norwegen ja auch eigentlich erst ab 20 in Clubs reinkommt, konnten wir auch nirgendwo weiter feiern und haben uns mit dem Nachtbus auf den Weg nach Hause gemacht.

Insgesamt war das Øyafestivalen super schön mit vielen tollen Bands, guter Stimmung und schönen Begegnungen.
Für Hannah und mich war es auch irgendwie schon mal ein kleiner Abschluss unserer Zeit in Oslo und in Norwegen im allgemeinen, da wir ja schon in knapp zweieinhalb Wochen wieder nach Hause fliegen.
Ich kann garnicht glauben, dass wir bald schon wieder zu Hause sein werden und ich hatte auf dem Øya echt ein paar sentimentale Momente in denen mir mal wieder bewusst geworden ist wie sehr mir Norwegen, die Menschen und auch Oslo fehlen werden.
Ich melde mich bestimmt nochmal bevor es wieder nach Deutschland geht, bis dahin macht es gut!

Eure Helena





Donnerstag, 19. Juli 2018

Don´t kill my vibe

Hei meine Lieben,
tut mir leid das ich mich so lange nicht gemeldet habe, aber wir hatten die letzte Zeit ein bisschen Stress, weil wir spontan umziehen mussten und da hatte ich einfach andere Sachen im Kopf.
Die obere Etage des Hauses, auf der wir eigentlich gewohnt haben und wo andere Mitarbeiter auch ihre Büros hatten soll bis Weihnachten komplett renoviert werden.
Bei der Begutachtung wurde außerdem Aspest in der Decke gefunden, sodass das mit dem Auszug dann noch schneller gehen musste.
An der Kommunikation hat es hier leider sehr gehapert, sodass wir viel zu spät informiert wurden und die ganze Situation kurz gesagt ziemlich scheiße gelaufen ist.
Hannah und ich wohnen jetzt zusammen in einem Zimmer im Keller eines anderen Hauses.
Leider haben wir dort keine Küche, sodass wir jz immer in den Häusern essen müssen und WLAN gibt es auch nicht, aber das versuchen wir noch zu ändern.
Nach vielem Aufregen und diskutieren haben wir uns jz aber einigermaßen mit der Situation abgefunden und uns unser neues Zimmer schon ganz schön eingerichtet.
Aber jz will ich euch noch von ein paar schönen Sachen erzählen, die während meines letzten Posts so passiert sind.
Erstmal waren Hannah und ich vom 28.06-31.06 in Trondheim.
Wir haben dort in einer sehr schönen Jugendherberge in einem schönen Viertel von Trondheim gewohnt und uns die 4 Tage einfach ein bisschen die Stadt angeschaut.
Trondheim ist Wirkloch eine super süße Stadt mit bunten Holzhäuschen, Brücken und einem Hafen.
Wir sind durch die Fußgängerzone gebummelt, waren in einem interessanten Museum für moderne Rock- und Popmusik und haben eine Bootsfahrt zur Insel Munkholm gemacht.
Die Tage über war es insgesamt etwas kühler, da Trondheim ja nochmal deutlich weiter im Norden liegt aber wir hatten trotzdem viel Sonnenschein.
Von letzter Woche Mittwoch bis Sonntag waren Hannah und ich dann noch auf dem Stavernfestivalen.
Wir hatten uns dort im Voraus als freiwillige Helfer für den Kiosk und die Kaffeebar angemeldet.
Wenn man einen Tag arbeitet, bekommt man einen Tag frei und da das Festival von Donnerstag bis Samstag ging haben wir Donnerstag und Samstag gearbeitet und hatten Freitag und den halben Samstag frei.
Da wir Mittwochabend aber noch einen kleinen Einweisungskurs zum Thema Alkoholverkauf und Altersgrenzen und so hatten, ging es schon einen Tag vorher nach Stavern.
Nach dem Kurs ging es dann zum Festival, wo wir auf dem Campingplatz unser Zelt aufgeschlagen haben,  der für Freiwillige auch gratis war.
Donnerstag haben wir dann von 15:00 bis 23:00 an einer Bar gearbeitet, an der wir umalkoholische Getränke wie Cola, Fanta, Sprite und Wasser verkauft haben.
An der Bar war zwar nicht so super viel los, da die meisten Leute dann doch lieber Bier trinken wollten, aber es hat trotzdem super Spaß gemacht und wir hatten das Glück, dass wir von der Bar einen perfekten Blick auf beide Bühnen hatten.
Freitag hatten wir dann unseren off Tag, den wir auf dem Festivalgelände verbracht und uns so ziemlich alle Acts, die an diesem Tag gespielt haben angehört haben.
Meine persönlichen Highlights an diesem Tag war Sigrid, eine norwegische Sängerin, die auf englisch singt und die man vor allem durch ihren Hit "Don´t kill my vibe" kennt und dann abends natürlich David Guetta.
Hannah und ich hatten vorher noch darüber geredet, dass wir beide nicht so super Fans von DJs sind und das die auf der Bühne ja auch echt nicht so viel machen, aber David Guetta hat einfach super Stimmung gemacht und bei seinen vielen Hits konnte man so ziemlich jedes Lied mitsingen.
Samstag haben wir dann von 13:00 - 20:00 in der Hauptbar gearbeitet.
Wir waren ja eigentlich in der Kaffeebar eingesetzt, aber da es so warm war wollten eh nicht viele Leute Kaffee trinken und an der Bar waren schon genug Leute.
An der Hauptbar wurden sowohl alle alkoholischen Getränke als auch Soda und Wasser und so verkauft, sodass wir vor der Arbeit vorher schon ein bisschen Respekt hatten und dachten, dass es bestimmt stressig wird.
Unser Barchef war aber erstmal super cool und nett und hat uns alles in Ruhe erklärt und gezeigt.
Die ersten 1-2 Stunden war dann aber erstmal super wenig los und wir waren alle gelangweilt an unseren Handys und haben auf den großen Ansturm gewartet.
Gegen 17:30 haben Hannah und ich dann Pause gemacht und als wir um 18:15 wiederkamen war an der Bar plötzlich die Hölle los.
Plötzlich waren gefühlt 20.000 Menschen mehr da und an der Bar herrschte Stress pur.
Ich bin dann direkt hinter eine der ca. 15 Kassen gegangen und Hannah an den Zapfhahn.
Den Rest unserer Schicht hatten wir dann wirklich mehr als genug zu tun aber es hat unglaublich viel Spaß gemacht und es herrschte so ein richtig positiver Stress und alle waren motiviert.
Wir haben dann sogar noch eine Stunde länger gemacht weil wir so drin waren und hatten dann danach noch Zeit den norwegischen Rapper Lars Vaular und zum Abschluss das DJ Duo Broiler sehen.
Sonntagmorgen sind wir dann mit dem Zug wieder zurück nach Gjøvik gefahren.
Das Festival war Wirkloch super cool und das Arbeiten hat total viel Spaß gemacht.
Freiwilliger auf einem Festival zu sein ist wirklich eine super Möglichkeit sich das Geld für die Tickets zu sparen und ich werde das in Zukunft sicher noch öfter machen.
Im Moment sind Hannahs Eltern bei uns zu Besuch und ich finde es super schön, sie endlich mal kennenzulernen!
Von Freitag bis Dienstag fliegt Hannah dann mit ihnen auf die Lofoten und ich bin ein bisschen alleine zu Hause.
Der Sommer bei uns im Projekt ist wirklich toll und das arbeiten macht nochmal mehr Spaß, wenn alle draußen sind und man mit den Bewohnern im Pool schwimmen kann.
Außerdem haben wir den Sommer über einige Aushilfsmitarbeiter, von denen manche auch in meinem Alter sind und dann hat man auch nochmal andere Gespräche und Arbeitsweisen.
Ich melde mich so schnell wie möglich wieder!

LG aus dem sonnigen Kapp
Helena

Montag, 25. Juni 2018

Parents in town

Hei hei,
vor kurzem hatte ich endlich meine Eltern zu Besuch.
Die Beiden waren erst vom 10.06 bis zum 14.06 bei mir in Kapp und danach sind wir noch alle zusammen für eine Woche nach Ålesund gefahren.
Während meine Eltern hier waren konnten sie zum Glück in der Hütte, die Granly hat schlafen was sehr praktisch war, da es in meinem Zimmer mit 3 Leuten doch ein wenig eng ist und die hytta ja nur so 20 Minuten entfernt ist.
Montag und Dienstag musste ich dann auch noch arbeiten, aber ab Mittwoch hatte ich mir dann schon freigenommen, sodass ich viel Zeit mit meinen Eltern verbringen konnte.
Da ich Montag erst spät arbeiten musste, sind wir Montag nachdem wir aufgestanden sind und gefrühstückt hatten erstmal los zur Hütte gefahren.
Nachdem ich meinen Eltern dann kurz alles gezeigt habe und wir die Koffer reingebracht haben sind wir dann nochmal nach Lena in ein schönes Café gefahren.
Dort gab es dann für meine Mama erstmal ihre erste norwegische Zimtschnecke... Sollte nicht die letzte sein ;)
Gegen 14:00 haben meine Eltern mich dann zurück nach Granly gebracht, wo dann um 14:00 sich schon meine Schicht im Gamlehuset losging.
Dienstag musste ich dann früh arbeiten, sodass ich den ganzen Nachmittag mit meinen Eltern verbringen konnte.
Die Beiden sind dann gegen 14:30 als ich Schluss hatte nach Granly gekommen und wir sind erstmal eine Runde spazieren gegangen und ich habe ihnen ein bisschen Kapp gezeigt.
Anschließend haben wir dann auf der Terrasse mit Hannah Kaffe getrunken und Kuchen gegessen.
Später am Nachmittag sind wir dann noch durch die Häuser gegangen und ich habe meinen Eltern meine Bewohner vorgestellt und gezeigt wo ich jeden Tag so arbeite.
Abends sind wir dann noch alle zusammen mit Hannah Pizzaessen gegangen, "Peppe´s Pizza" kann ich nur empfehlen ;)
Nachdem wir Hannah nach dem Essen zurück nach Hause gebracht haben und ich noch ein paar Sachen zusammengepackt habe sind wir dann zur Hütte gefahren, wo ich auch von Dienstag bis Donnerstag übernachtet habe.
Mittwochvormittag sind wir dann erstmal nach Lena gefahren, wo ich das Granlyauto abholen musste, da Hannah Mittwoch früh nach Oslo gefahren ist von wo sie dann nach Tschechien geflogen ist um Jonathan zu besuchen, der dort Freiwilliger ist und ja auch schon bei uns zu Besuch war.
Da so früh aber nie Busse fahren hat sie das Auto genommen und ich habe es dann wieder zurück nach Granly gebracht.
Von dort aus sind wir dann noch zu einem total schönen Café hier in Kapp gelaufen, was sich auf einer Art Kulturhof befindet, der auch einen Laden und eine Kunstausstellung hat.
Dort gab es dann erstmal ein Käffchen und einen super leckeren Salat... hat schon Vorteile, wenn man seine Eltern zu Besuch hat :D
Anschließend sind wir dann noch nach Gjøvik gefahren und dort ein bisschen durch die Stadt gebummelt.
Am Donnerstag haben wir uns dann auch schon relativ früh, so gegen 9:00 auf den Weg nach Ålesund gemacht, da man für den Weg ungefähr 6 Stunden braucht.
Lange Fahrt hin oder her, die Autofahrt hat sich wirklich gelohnt!!
Man ist an so wunderschönen Bergen und Fjorden und sogar am Geirangerfjord vorbeigefahren.
Wir sind haben auch öfter mal angehalten und sind ausgestiegen um Fotos zu machen und haben in einem süßen kleinen Ort noch eine Mittagspause gemacht, sodass wir erst so gegen 18:00 bei unserer Ferienwohnung angekommen sind.
Ålesund ist wirklich eine super schöne Stadt, da sie direkt am Wasser liegt und dadurch das sie etwas weiter im Norden liegt auch schon von ziemlich hohen Bergen umgeben ist.
Wir haben die Woche aber nicht nur in Ålesund verbracht, da die Stadt nicht so super groß und vielseitig ist.
Wir sind unter anderem einen Tag zu den "Trollstigen", einer berühmten Straße, die sich um einen Berg schlängelt und zu einer Insel gefahren, auf der man auch einen schönen Leuchtturm besichtigen konnte.
Außerdem waren wir einen Tag bei einem ziemlich coolen Outlet mit verschiedenen Läden von norwegischen Marken und bei einem großen Aquarium.
An einem Tag, an dem wir zum Glück auch mal besseres Wetter und viel Sonne hatten haben wir eine Fjordrundfahrt gemacht, die mein persönliches Highlight war, weil die Natur und die Berge einfach atemberaubend waren!
Am Donnerstag bin ich dann schon relativ früh wieder nach Oslo geflogen und von da aus mit dem Bus nach Kapp gefahren.
Meine Eltern sind noch weiter zum Sognefjord gefahren, wo sie nochmal eine Woche, also noch bis Donnerstag bleiben.
Es war wirklich super schön meine Eltern hier zu haben und ihnen alles zu zeigen und ich fand es auch total toll nochmal mit ihnen irgendwo hinzufahren, wo ich auch noch nicht war.
Es war einfach ein richtig schöner und entspannter Familienurlaub ❤
Der Abschied viel mir auch garnicht so schwer, weil wir uns jetzt ja wirklich schon sehr sehr bald wiedersehen!
Hannah und ich fliegen am Donnerstag nach Trondheim, wo wir bis Sonntag bleiben und uns ein bisschen die Stadt anschauen.
Ich hoffe ihr habt einen tollen und sonnigen Sommer ☀
LG, Helena

Donnerstag, 7. Juni 2018

Mädelstrip nach Bergen

Hallo meine Lieben,
von Sonntag bis Dienstag war ich mit Hannah, Selma, Maria & Greta und Lisa & Luisa in Bergen.
Lisa und Luisa konnten leider nur von Freitag bis Sonntag und da ich erst am Sonntag gekommen bin habe ich die beiden leider nur kurz gesehen.
Die anderen waren von Freitag bis Dienstag da.
Als ich Sonntag gegen 11:00 angekommen bin habe ich mich erstmal direkt mit den anderen am Konzerthaus getroffen, wo wir uns ein Konzert mit jungen Talenten von 13-19 Jahren angehört haben. Im Moment sind in Bergen Festspille, weshalb es überall Konzerte und Veranstaltungen gab.
Das Konzert war echt ganz schön und ging auch nur ca. eine Stunde was gut gepasst hat, da wir um 14:00 ins Kino in einer alten Fabrikhalle gehen wollten.
Die Location dort war echt super schön, da die Fabrikhalle direkt am Wasser lag und zu einem modernen Veranstaltungsort mit Kino und Restaurant umgebaut wurde.
Wir haben uns dann dort den Film "Call me by your name" angesehen, wobei wir super Glück hatten das wir überhaupt noch reingekommen sind weil außer uns und ein paar Anderer so ziemlich alle schon vorher Karten online gekauft hatten.
Ich hatte mich schon vorher mega auf den Film gefreut, weil ich vorher von Freunden und so nur gutes gehört hatte und ihn schon lange sehen wollte.
Der Film hat dann auch echt nicht enttäuscht und wir waren alle super begeistert.
Call me by your name ist wirklich einfach ein schöner Film der von einer besonderen Liebesgeschichte erzählt, also wenn ihr ihn noch nicht gesehen habt... nichts wie los ;)
Nach dem Kino sind wir dann erstmal zurück zum Hostel gelaufen, weil och ja noch einchecken musste und die anderen sich nochmal etwas wärmeres für abends anziehen wollten.
Wir sind dann aber nach einer kurzen Pause auch schon wieder los, weil wir alle ziemlich Hunger hatten und sind bei "Peppes Pizza" lecker essen gegangen.
Anschließend sind wir dann noch zur Spitze einer Halbinsel gelaufen, wo wir uns mit Musik und Decken auf die Wiese gechillt haben.
Außer uns haben dort noch einige andere in der Sonne den Abend ausklingen lassen, ein perfekter Platz also.
Gegen 22:30 oder so haben wir uns dann aber wieder auf den Rückweg gemacht, da es abends echt immer ziemlich kalt geworden ist und wir ein bisschen gefroren haben...
In der Jugendherberge haben wir dann aber noch ein bisschen in einem der Aufenthaltsräume gechillt und Karten gespielt.
Am Montag wollten wir eigentlich bevor wir um 14:00 mit unserer Länderbeauftragten Christina, die in Bergen wohnt zum Kaffee verabredet waren ins Kunstmuseum gehen, aber leider hatten wir vorher nicht bedacht, dass die meisten Museen ja Montags zu haben.
Deshalb sind wir dann einfach ein bisschen durch die Stadt gebummelt und Maria hat sich spontan in einem Piercingstudio ein Helix stechen lassen.
Um 14:00 waren wir dann bei Christina zu Hause eingeladen, wo wir bei Kaffe, Tee und Keksen ein bisschen gequatscht haben.
Gegen 15:00 musste sie dann aber ihre Tochter aus dem Kindergarten abholen und wir sind noch ein bisschen durch die süßen Gässchen der Altstadt geschlendert, bevor wir uns dann auf Christinas Tip hin auf den Weg zur Uni gemacht haben.
Dort gibt es nämlich einen super schönen botanischen Garten und einen großen Park.
Die Uni an sich ist von außen auch unglaublich schön, also so ein Auslandssemester in Bergen, das wäre schon was... ;)
Wir haben uns dann noch in ein Cafe auf der anderen Seite vom Park gesetzt, das uns auch Christina empfohlen hatte.
Abends haben wir dann in der Jugendherberge gekocht und auf der schönen Dachterrasse gegessen.
Nach dem Essen sind wir dann in eine coole Studentenbar gegangen, wo wir was getrunken und gequatscht haben. Anschließend ging es dann noch an einen Kai am Wasser, wo wir noch ein bisschen saßen und uns den schönen Sonnenuntergang angeguckt haben.
Am nächsten Morgen ist Selma dann schon um 8:00 oder so mit dem Zug zurück nach Oslo gefahren, da sie gestern für zwei Wochen zu einer Freundin nach Uganda geflogen ist.
Wir anderen haben aber erst den Zug um 16:00 genommen, da ich ja auch erst am Sonntagmorgen angekommen bin und dann gerne noch den Vormittag haben wollte.
Wir sind dann Dienstag ins Kunstmuseum gegangen, was leider nicht so cool war wie wir gedacht hatten aber naja...
Nach unserem Museumsbesuch haben wir uns dann erstmal ins "Espresso House" gesetzt und ein Käffchen getrunken.
Danach sind wir dann noch in eine Buchhandlung gegangen, weil ich mir das Buch zu "call me by your name" kaufen wollte (habe es schon fast durch, sehr empfehlenswert!) und haben uns am Hafen ans Wasser gesetzt.
Bevor wir uns auf den Weg zum Bahnhof gemacht haben, haben wir dann noch ein bisschen Proviant für die Reise eingekauft und unsere Sachen aus dem Hostel geholt.
Die 7 stündige Fahrt von Bergen nach Oslo war dann wirklich wunderschön.
Nicht umsonst sagen viele, dass es die schönste Bahnstrecke Norwegens ist!!
Unser Zug hatte nur leider ein bisschen Verspätung, sodass Hannah und ich unseren Anschlusszug nach Gjøvik verpasst haben, aber zum Glück kam eine Stunde später der Nächste.
Gegen 2:00 sind wir dann endlich in Gjøvik angekommen und von da mit dem Auto nach Hause gefahren, das Erik netterweise für uns dort geparkt hatte.
Unser Kurzurlaub in Bergen war wirklich super schön, vor allem mit den anderen Freiwilligen.
Ich habe mich auch wirklich in die Stadt verliebt, Bergen hat einfach einen besonderen Flair mit seinen schönen Holzhäusern und süßen Gässchen und trotzdem gibt es super viele Studenten und Abends ist in Kneipen und Clubs total viel los.
Sonntag kommen auch schon meine Eltern zu Besuch und nächsten Donnerstag fahre ich dann für eine Woche mit ihnen nach Ålesund, worauf ich mich schon riesig freue!
Liebe Grüße an euch, wo auch immer ihr seit ❤
Helena

Samstag, 2. Juni 2018

Familie & venner dag

Hallihallo,
heute war in Granly der alljährliche "Familie & Venner dag" (dt.: Familien & Freunde Tag), der jedes Jahr am ersten Samstag im Juni stattfindet.
Dort können die Familien und Freunde der Bewohner vorbeikommen, sich die Häuser anschauen, sehen wie die Bewohner arbeiten und einfach Zeit mit ihren Lieben verbringen.
Ich muss dieses Wochenende eigentlich nicht arbeiten, aber habe mich für eine etwa Schicht in Birkely eingetragen, weil ich Lust hatte am Tag der offenen Tür zu arbeiten.
Die Bewohner reden auch schon seit Wochen von nichts anderem mehr und haben sich riesig gefreut.
Als ich dann heute morgen zur Arbeit gekommen bin, war die Schwester von einem Bewohner schon da, da sie in Bergen wohnt und auf Grund der längeren Anreise schon Freitag gekommen ist und bis Sonntag bleibt.
Offiziell ging der Åpendag aber um 11:00 los, sodass die drei anderen ab 10:30 super aufgeregt vor dem Haus rumgelaufen sind und auf ihre Angehörigen gewartet haben.
Als dann endlich die ersten kamen war die Freude riesengroß und die Bewohner sind schreiend den ankommenden Autos entgegengelaufen.
Die Schwester eines Bewohners meinte, dass es keinen anderen Ort gibt an dem man mit so viel Freude und Erwartung empfangen wird wie hier und ich glaube das ist wirklich so.
Selbst wenn ich nur ganz normal zur Arbeit komme, werde ich immer freudestrahlend empfangen, da kann man sich ja vorstellen was hier los ist wenn Geschwister, Eltern und Cousinen kommen, die die Bewohner teilweise nur ein/zweimal im Jahr sehen.
Ich finde es immer wieder erschreckend, wie wenige Angehörige regelmäßig zu Besuch kommen.
Die allermeisten Leute, die heute da waren hatte ich vorher noch nie gesehen, obwohl ich ja immerhin schon seit 9 Monaten in Granly arbeite.
Umso schöner natürlich, dass heute für wirklich alle Bewohner mehrere Besucher da waren.
Nachdem alle angekommen waren, gab es in den Häusern erstmal Kuchen und Kaffee und alle saßen auf der Terrasse gemütlich beisammen.
Die Bewohner haben von ihren Lieben auch noch Süßigkeiten oder kleine Geschenke bekommen, was natürlich auch große Freude ausgelöst hat.
Von 12:00-13:00 haben die Bewohner dann ein bisschen im Arbeitshaus oder in der Werkstatt gearbeitet oder im Granly Orchester gespielt und ihren Familien gezeigt, was sie so jeden Tag machen.
Um 13:15 gab es dann im Saal eine kleine Ansprache/Begrüßung von unserer Chefin Kristin für die Besucher.
Anschließend saßen die Familien mit den Bewohnern einfach in kleinen Grüppchen draußen im Garten und haben gequatscht.
Das Wetter heute ist einfach traumhaft!! 28C und strahlender Sonnenschein, perfekt also für unseren Tag der offenen Tür.
Um 14:30 gab es dann Mittagessen für alle im Saal. Granly hatte Schnittchen bestellt und es gab Getränke, Kaffee und Eis.
Ich habe mich auch einfach draußen mit einigen Bewohnern und Besuchern an einen Tisch gesetzt und gegessen, bevor meine Schicht dann zu Ende war und ich nach Hause gegangen bin.
Der heutige Tag war definitiv einer der schönsten, vllt. sogar der Schönste in Granny für mich.
Es war einfach so schön die Familien der Bewohner zu sehen und kennenzulernen und sie mit den Bewohnern zusammen zu sehen.
Ich freue mich auch, dass manche Angehörige mich jz kennen und wissen, wer sich so um ihr Kind, Bruder oder Schwester kümmert.
Ich bin heute jedenfalls sehr glücklich nach Hause gekommen und freue mich schon auf meinen kleinen Bergenurlaub morgen!
Only Love, H

Mittwoch, 30. Mai 2018

Israel Reise

Hallöchen,
in Kapp ist mittlerweile der Sommer ausgebrochen.
Draußen strahlender Sonnenschein und am Mittwoch sollen es sogar bis zu 30C werden.
Passt auch eigentlich ganz gut, da ich ja letzte Woche in Israel war und mich dort schon einmal aklimatisieren konnte.
Am Sonntagnacht um 2:00 bin ich von meinem wunderschönen Urlaub zurückgekommen und Hannah hat mich mit dem Auto aus Gjøvik abgeholt.
In meinen 10 Tagen in Israel habe ich wirklich so viel gesehen und erlebt, dass ich Seiten füllen könnte, aber ich versuche mich kurz zu halten.
Am 16.05 bin ich erstmal abends zu Klari nach Amsterdam geflogen und habe eine (kurze) Nacht bei ihr übernachtet.
Am nächsten Morgen ging es für uns beide dann schon früh los zum Flughafen, da wir schon gegen 7:00 nach Tel Aviv geflogen sind.
Nach dem knapp 5 stündigen Flug folgte bei unserer Ankunft in Tel Aviv dann natürlich erst einmal die riesen Wiedersehensfreude mit Marie!
Wir hatten sie seit September, also 9 Monate nicht gesehen und lagen uns erstmal ewig in den Armen.
Dann ging es für uns drei mit dem Bus los zum ersten Stop unserer Reise: Jerusalem.
Nach der knapp 2 stündigen Busfahrt sind wir in Jerusalem dann erst einmal Hummus essen gegangen bevor es dann in eine der zwei ASF WGs ging in der wir die 4 Nächte schlafen durften.
Dort angekommen haben wir erstmal ein bisschen mit den drei Mädels gequatscht, die dort wohnen und haben dann noch ein bisschen auf der super schönen Dachterrasse des Hauses gechillt.
Abends sind wir dann noch in eine Bar was trinken gegangen und dann aber auch relativ früh alle super müde ins Bett gefallen.
Freitag stand denn erst einmal die Holocaust Gedenkstätte "Yad Vashem" auf dem Programm.
Wir mussten schon relativ früh dorthin fahren, da das Museum auf Grund des Shabbat nur bis 13:00 aufhatte. Wir haben uns knapp 3 Stunden die Ausstellung und das riesige Gelände angesehen, was wirklich unglaublich beeindruckend und interessant war.
Anschließend haben wir erstmal eine kleine Mittagspause eingelegt und sind dann noch ein bisschen durch die Stadt gestreift, haben viel Zeit in einem schönen Café verbracht und uns abends noch die Klagemauer angesehen.
Während den ersten Tagen, die wir in Israel waren gab es gerade eine krasse Hitzewelle, sodass es tagsüber bis zu 40C heiß war und man es teilweise in der Mittagszeit nur in einem klimatisierten Café aushalten konnte.
Wenn es dann abends abgekühlt ist sind wir immer noch richtig aktiv geworden und haben dann noch viel gemacht und sind rumgelaufen.
Unseren Freitagabend haben wir dann beim Sonnenuntergang mit Nudeln und Wein auf der Dachterrasse verbracht.
Der Samstag war dann für die Jerusalemer Altstadt reserviert.
Eine der Mitbewohnerinnen, Franka, hatte sich kurzfristig entschieden auch mitzukommen, sodass sie uns ein bisschen rumführen konnte.
Die Altstadt ist wirklich super eindrucksvoll und bunt mit den vielen Marktständen und verschiedenen Vierteln.
Nachmittags haben wir dann noch eine Falafel in der Nähe des Damaskus Gate gegessen, bevor Frank dann wieder zurück nach Hause gefahren ist.
Wir anderen sind dann noch auf eine tolle Dachterrasse gegangen, von der aus man einen tollen Blick über ganz Jerusalem hatte und als es abends wieder kälter wurde sind wir dann noch auf den Ölberg gewandert.
Von dort hatte man auch einen wunderschönen Blick auf die Altstadt, die Stadtmauer und den Tempelberg. Während wir dort oben saßen haben die Muezzine verschiedener Moscheen zum gebet gerufen, was dem ganzen Moment noch einmal eine ganz besondere Atmosphäre verliehen hat.
Sonntag sind wir dann vormittags noch auf den Tempelberg gegangen und den Nachmittag in einem schönen Cafe in Ostjerusalem mit dem leckersten Eis-Chai-Latte verbracht.
Abends haben wir dann nochmal in der WG gekocht und auf der Dachterrasse gegessen.
Wir sind dann aber alle relativ früh ins Bett gegangen, da unser Wecker am nächsten Morgen schon um 5:00 geklingelt hat.
Um 6:00 ging es nämlich schon mit dem Bus los zum toten Meer.
Da es dort am Montag bis zu 43C heiß werden sollte, wollten wir so früh wie möglich ankommen und dann direkt weiter nach Haifa fahren.
Das tote Meer war echt eine coole Erfahrung und ich bin super froh mal fort gewesen zu sein.
Wir hatten eine gute Badestelle, abseits von den Touristenpunkten aber mit Süßwasserfische und Schattenplätzen gefunden und es ist einfach so so krass wie man im Meer nicht untergeht sondern immer oben schwimmt, egal was man macht.
Gegen 11:00 haben wir uns dann auch schon auf den Weg zu Marie nach Hause, nach Haifa gemacht.
So gegen 15:00 sind wir dann in der "shimshon" WG in Haifa angekommen, wo zwei von Maries Mitbewohnerinnen, Lina und Josepha auch gerade da waren.
Marie hat uns dann erstmal eine Tour durch ihre wirklich tolle und super große WG gegeben und wir haben ein bisschen mit Lina, Josepha und Ninel, die später auch von der Arbeit kam gequatscht.
Abends haben wir dann alle zusammen gekocht, bevor es später zum "Aktzeichnen" ging.
Das findet jeden Montagabend in der Wohnung bzw. auf der Dachterrasse eines Künstlers statt und die 4 shimshons sind dort eigentlich immer am Start.
Jede Woche gibt es ein Modell, das nackt verschiedene Posen darstellt und dann immer für eine bestimmte Zeit von den umstehenden Künstlern und solchen die es noch werden wollen gezeichnet wird. Wir gehörten dort eher zu den unfähigen und unprofessionellen Künstlern, aber es gab wirklich wahnsinnig talentierte Leute die auf großen Staffeleien statt auf kleinen DIN A 4 Blättern gemalt haben und der Abend hat trotzdem super viel Spaß gamacht und war mal was ganz anderes.
Dienstag sind Klara und ich dann mit zu Maries Arbeit gekommen.
Die ging zum Glück erst um 14:00 los, sodass wir erstmal ausschlafen und dann noch ein bisschen durch Haifa laufen konnten.
Marie hatte dann erst noch ein Meeting im Frauenhaus, in dem sie in der Kinderbetreuung arbeitet, aber es gab noch leftover Essen für Klari und mich, das die Frauen vorher gekocht hatten und mit dem wir uns dann in der Zeit in die Sonne gesetzt haben.
Marie und ihre Kollegin Tamar haben dann in der ersten Stunde nur auf ein Kind aufgepasst, sodass wir auch ein bisschen Zeit zum quatschen hatten.
Nachher gab es dannnoch eine kleine Runde mit mehreren Kindern, bei der wir Armbänder und Ketten aus Stoff geflochten haben.
Die Kinder waren wirklich alle unglaublich süß und es war einfach super schön mal zu sehen, was Marie so tagtäglich macht.
Nach der Arbeit sind wir dann auch direkt in das Viertel "German Colony" gefahren, wo wir uns mit Lina in einem super schönen Café/Restaurante auf einen Eiskaffee getroffen haben.
Um 20:00 ging es dann zum Salsa, das auch fester Bestandteil des Wochenprogramms der shimshons ist. Da Klara und ich das erste Mal Salsa getanzt haben wurden wir der Anfängergruppe zugeteilt, in der wir mit lauter anderen Deppen die Grundschritte gelernt und geübt haben.
Nach einer Stunde war dann der eigentlich Kurs vorbei und man konnte einfach noch frei tanzen oder sich mit Leuten unterhalten.
Marie und die anderen kannten ziemlich viele Leute und wir wurden natürlich erstmal überall vorgestellt und haben uns mit vielen Leuten nett unterhalten.
Wir waren dann auch erst so gegen 0:00 wieder zu Hause und da Marie am nächsten Morgen früh arbeiten musste ging es schnell ins Bettchen.
Klara und ich sind dann am nächsten Morgen erst einmal zum Strand gefahren, haben ein bisschen in der Sonne gelegen und sind im Mittelmeer geschwommen.
Marie kam dann auch schon ziemlich bald mit Snacks im Gepäck dazu, da sie früher freibekommen hatte. Wir haben dann noch ein bisschen zusammen am Strand gechillt bevor Maries Tour durch Haifa losging.
Wir waren auf dem shuk /typisch israelischer Markt, den es in fast jeder Stadt gibt) und im arabischen Viertel wadi nisnas, wo wir die angeblich beste Falafel der Welt gegessen haben.
War schon echt lecker, aber wir hatten auch Kritikpunkte :D
Da Mittwoch schon unser letzter Abend in Haifa war haben wir noch mit der ganzen WG zusammen gekocht, typisch deutsch mit Bratkartoffeln, Spinat und Spiegelei.
Donnerstag ist Klara dann gegen Mittag mit dem Zug nach Tel Aviv gefahren um Marie, eine andere Freundin von uns aus Deutschland abzuholen.
Marie und ich waren währenddessen auf der Louis Promenade, von der aus man einen tollen Blick über Haifa hat und im Beduinendorf, wo wir in einem super süßen Cafe wie in guten, alten Zeiten einen Cappuccino getrunken haben.
Gegen Nachmittag kamen die beiden anderen dann auch schon zurück.
Die Wiedersehensfreude war natürlich riesig und nach einer kurzen Tour durch die Wohnung sind wir dann erstmal Hummus essen gegangen.
Abends ging es dann für uns alle mit dem Zug nach Nahariya, zur Geburtstagsparty von Emilia, die dort gerade ebenfalls Freiwillige ist.
Ich habe es Wirkloch so sehr vermisst mit meinen Mädels zu tanzen und zu feiern.
Wir haben dann alle in Nahariya übernachtet und sind am nächsten Tag direkt von dort aus nach Tel Aviv gefahren.
Josepha und Ninel sind zurück nach Haifa gefahren aber Lina ist noch mit uns nach Tel Aviv gekommen, was ich super schön fand.
Dort sind wir dann so gegen 15:00 in der WG angekommen.
Nach einem kurzen Snack ging es dann auch schon wieder weiter auf den Markt nach Yaffo, der zum Glück nicht so weit von der WG entfernt war, da ja wegen dem Shabbat von Freitag bis Samstagabend keine Busse oder Bahnen fahren.
Abends haben Lina und ich dann Couscoussalat gemacht, während die anderen 3 einen kurzen Powernap gehalten haben, um für unsere nächste Party fit zu sein.
Wir waren dann in einem Club mit viel arabischer Musik und haben zufällig eine Hochzeit gecrasht, die irgendwie bessere Musik hatte und bei der wir dann ein bisschen mitgefeiert haben.
Die Leute waren irgendwie super locker drauf und haben sich am Ende sogar noch bei uns bedankt, dass wir die Party am laufen gehalten haben :D
Am nächsten Tag haben wir dann auf Grund sehr großen Schlafentzugs erstmal alle bis 12:30 oder so geschlafen. Wir haben den Tag dann auch sehr entspannt angehen lassen und sind erstmal zum Strand gelaufen, wo wir den Nachmittag verbracht haben.
Etwas später sind wir dann noch ein bisschen durch die Innenstadt gelaufen und haben uns in ein super schönes Café gesetzt, das Marie und Lina kannten.
Lina ist dann abends schon wieder zurück nach Haifa gefahren und wir anderen sind erst nochmal zurück zur WG gefahren, wo wir Abendessen gekocht haben.
Anschließend sind wir dann noch mit einem Pott Eis und 2 Flaschen Wein zum Hafen runtergegangen  wo wir bis in die Nacht saßen und über unsere Zukunft und alles mögliche geredet haben.
Solche Gespräche habe ich einfach so vermisst und ich war unglaublich glücklich in diesem Moment.
Marie und ich mussten uns dann auch schon vor dem schlafen gehen verabschieden, da sie am nächsten Morgen arbeiten und deshalb super früh zurück nach Haifa fahren musste.
Für uns andere 3 hat der Wecker aber nach gerade mal 4 Stunden Schlaf auch schon um 8:00 geklingelt, da mein Flug zurück nach Norwegen um 14:00 ging und man wegen der krassen Kontrollen in Israel 3 Stunden vorher am Flughafen sein sollte.
Auch wenn mir der Abschied nach unserer tollen Zeit wirklich schwer gefallen ist, waren wir uns alle einig, dass es ja jetzt wirklich nicht mehr lang ist bis wir endgültig wiedervereint sind!
Ich hatte wirklich die allerschönste und spannendste Zeit in Israel und ich hoffe das ich vllt irgendwann nochmal die Möglichkeit habe in dieses interessante Land zurückzukehren.
ich bin so froh, dass ich diesen Trip machen konnte!
Sonntag geht es für mich auch schon weiter nach Bergen und nächste Woche kommen auch schon endlich meine Eltern zu Besuch...I know I know, always on the go ;)
Ich schicke euch ganz viel Sonne (In Kapp sind es unglaubliche 28C)
Helli

Donnerstag, 10. Mai 2018

Glückliche Tage in Moi

Hei Hei,
gerade sind Hannah und ich von unserem Kurzurlaub bei Silas und Selma in Moi zurückgekommen.
Moi ist ein kleiner Ort ganz im Süden, zwischen Stabanker und Kristiansand und die beiden arbeiten dort noch mit einigen anderen norwegischen und deutschen Freiwilligen zusammen an der "Folkehøgskole Lundheim".
Hannah und ich sind Freitagabend losgefahren und haben dann in der Nacht noch für ein paar Stunden bei Greta und Maria übernachtet weil wir irgendwie 5 oder 6 Stunden Zeit hatten, bevor unser Zug nach Moi gefahren ist.
Wir sind dann auch am Samstag erst so gegen 13:30 angekommen und Selma und Silas haben uns mit dem Auto von der Haltestelle abgeholt.
Wir sind dann noch kurz einkaufen gefahren und dann zur Folkehøgskole.
Silas und Selma arbeiten und leben dort noch mit 3 anderen deutschen Freiwilligen vom deutschen roten Kreuz und mit 8 norwegischem Freiwilligen als sogenannte "Stipps" zusammen.
Sie unterstützen dort die Schüler mit Behinderungen sowohl im Unterricht als auch im Alltag und in der Pflege.
Die meisten der Stipps wohnen zusammen in einer großen WG, aber Selma wohnt mit zwei der anderen Freiwilligen in einer Wohnung in einem kleinen Haus direkt neben dem Schulgebäude, wo Hannah und ich auch geschlafen haben.
Als wir angekommen sind gab es dann erstmal Mittagessen im großen Essenssaal, was super war weil wir nach der langen Reise dann doch ziemlich Hunger hatten.
Nach dem Essen haben Selma und Silas uns dann erstmal die WG und die Wohnung gezeigt und uns dann durch die Schule geführt.
Außerdem mussten Selma und zwei der anderen Freiwilligen noch Jutebeutel bügeln, die sie am Tag zuvor bei einem Workshop an der Schule gestaltet hatten.
Dann gab es auch schon wieder Abendessen... Die Norweger halt ;)
Anschließend sind wir dann mit einigen anderen Freiwilligen im kleinen Pool, der sich im Sport- und Geräteraum im Keller befindet schwimmen gegangen.
Wir sind dann aber auch schon alle relativ früh schlafen gegangen, weil es am nächsten Morgen schon um 8:00 mit der halben Schule los zum "Preikestolen" ging.
Der Preikestolen ist eine sehr bekannte Klippe ca. 2 Stunden von Moi entfernt, die ins Wasser hineinragt und so als eine Art Aussichtsplattform fungiert.
Wir hatten einfach nur super Glück, dass die Schule genau an dem Wochenende an dem wir da waren einen Ausflug dorthin gemacht hat und wir auch noch so unkompliziert mitkommen konnten.
Wir sind dann wie gesagt schon gegen 8:00 Uhr mit 3 kleinen Bussen losgefahren, da der Weg dorthin dann doch etwas länger war und wir auch noch mit der Fähre übersetzten mussten.
Wir sind dann glaub ich so gegen 10:30 oder 11:00 mit den Bussen am Fuße des Wanderweges angekommen und haben dann mit allen ca. 40 Mann die knapp 2 stündige Wanderung angetreten.
Wir sind alle zur gleichen zeit losgelaufen aber nicht wirklich in einer Gruppe gelaufen, was ja auch viel zu stressig und anstrengend gewesen wäre.
Der Weg nach oben zur Klippe war schon ziemlich anstrengend, weil es natürlich die meiste Zeit bergauf ging, aber das Wetter war richtig perfekt weil es zwar schön warm war, aber die Sonne nicht geschienen hat und wir haben den Weg sogar in ca. eineinhalb Stunden gemeistert.
Oben angekommen hat sich die ganze Anstrengung dann auch doppelt und dreifach ausgezahlt weil der Ausblick über die Berge und den Fjord einfach atemberaubend waren!!
Über die Zeit, die wir oben waren ist es dann auch noch richtig schön aufgeklart und die Sonne hat angefangen zu scheinen.
Wir haben natürlich unendlich viele Fotos gemacht, dass man schon garnicht mehr weiß wohin damit.
Außerdem gab es von allen noch ein kleines Ständchen für Selma, die am Sonntag nämlich Geburtstag hatte.
Nach etwa einer Stunde oder sogar etwas länger auf dem Preikestolen sind wir dann alle wieder nach unten gewandert, was auf Grund der prallen Sonne fast anstrengender war als der Hinweg.
Auf dem Rückweg zur Schule war es dann die ganze Zeit sehr still in unserem Stipp-Bus weil alle super geschafft vom Tag waren und die meiste zeit gepennt haben.
Ich konnte meine Augen auch echt nicht mehr offenhalten, aber für einen kleinen Zwischenstop bei dem wir alle von einem der Lehrer zum Pizzaessen eingeladen wurden hat es dann doch noch gereicht.
Gegen 19:30 sind wir dann wieder in Moi angekommen und Selma hat erstmal mit Familie und Freunden gesprochen, weil die ihr natürlich auch gratulieren wollten und wir ja den ganzen Tag unterwegs waren.
Nachher haben wir dann eigentlich auch nicht mehr so viel gemacht, nur noch ein bisschen zusammengesessen und gequatscht und uns über unsere schönen Fotos gefreut.
Montag mussten Silas und Selma dann wieder arbeiten und Hannah und ich konnten ein bisschen länger schlafen. Als wir dann zum frühstücken in die WG rübergegangen sind haben wir dort Selma getroffen, die uns nach dem Essen mit zu ihrer "Allround A" Klasse genommen hat, in der nur Schüler mit Behinderungen sind und in der sie immer dabei ist.
Da das Schuljahr ja schon diesen Samstag endet haben sie in der Klasse gerade eine Runde gemacht, in der jeder seine persönlichen Highlights des Schuljahres und Dinge oder Aktionen, die er nicht so gut fand aufzählen sollte.
Um 11:00 gab es dann lunsj in der Kantine, bei dem Selma erfahren hat, das ihre Klasse danach ausfällt und sie den Rest des Tages frei hat.
Wir sind dann zum nahegelegenen See gelaufen, der nur so ca. 20 Minuten zu Fuß entfernt war.
Man ist total den schönen Waldweg entlanggelaufen und das Wetter war sowieso die ganzen Tage, die wir da waren traumhaft und super warm und sonnig.
Nach unserem kleinen Spaziergang gab es dann auch schon wieder Mittagessen, Pfannkuchen mit Bacon, yumm!
Danach haben wir dann eigentlich nur noch ein bisschen gechillt bevor wir uns dann gegen 16:45 auf den Weg zur Kirche in Moi gemacht haben.
Selma, Silas und zwei der anderen deutschen Freiwilligen sind dort nämlich im Kirchenchor und dieser hatte am Montagabend ein Konzert auf einer der nahegelegenen Inseln, zu dem wir mitfahren durften.
Der Chor hat sich an der Kirche getroffen und ist dann in mehreren Fahrgemeinschaften ca. eineinhalb Stunden zur Kirche auf einer Insel gefahren.
Die weiße Holzkirche lag auf einer kleinen Klippe direkt am Wasser und drum herum standen viele kleine Holzhäuser mit Holzstegen und Bootsanleger, was die ganze Kulisse einfach perfekt und super romantisch-fischerdorfmäßig gemacht hat.
Während sich der Chor eingesungen hat saßen Hannah und ich mit einem Käffchen an der Klippe und haben gequatscht, was irgendwie total schön war.
Irgendwann ist die Sonne über dem Fjord unter gegangen und ich habe mal wieder gedacht, dass es einfach kein schöneres Land auf dieser Welt gibt ❤
Gegen 19:30 ging das Konzert dann los bei dem neben dem Chor aus Moi auch noch ein anderer Chor gesungen hat.
Das Konzert ging ca. eineinhalb Stunden und war total schön! Beide Chöre haben wirklich schöne und abwechslungsreiche Lieder gesungen und die Stimmung war auch irgendwie süß und lustig.
Wir waren dann so gegen 21:00 wieder an der Folkehøgskole und haben dann aber auch nicht mehr wirklich was gemacht.
Am Dienstag sind Hannah und ich für einen Tag nach Stavanger gefahren.
Wir haben erst ein bisschen hin und her überlegt, weil die Fahrt hin und zurück insgesamt 40€ gekostet hat, aber wann hat man sonst nochmal die Chance Stabanker zu sehen?
Die Fahrt hat mit dem Bus ca. 2 Stunden gedauert und wir sind so gegen 12:30 angekommen.
Wir haben dann einfach ein bisschen die Stadt erkundet, sind durch die schönen alten Gässchen und Geschäfte gebummelt und am Hafen entlanggegangen.
Stavanger ist wirklich eine schöne kleine Stadt mit lauter weißen Holzhäusern und süßen Cafes.
Gegen 19:00 sind wir dann wieder in Moi angekommen wo wir noch zu Abend gegessen und mit Selma und Silas gechillt haben.
Die beiden haben uns dann auch mit dem Auto zum Bahnhof gebracht, wo unser Zug um 0:30 losgefahren ist.
Die Tage in Moi waren einfach wunderschön und ich bin so, so froh das wir Silas und Selma noch auf den letzten Drücker besucht haben.
Die beiden sind einfach super und entspannt und wir waren irgendwie total viel erlebt und auch einfach nochmal gesehen wie sie so in ihrem Projekt arbeiten und leben.
Ich bin gestern mit einem total glücklichen Gefühl im Bauch nach Hause gefahren, das immer noch anhält!!
Nächste Woche geht es für mich dann auch schon nach Israel, endlich, ich kann es echt nicht mehr erwarten!
Ausführliche Berichterstattung folgt, bis dann meine Lieben
Helena

Samstag, 28. April 2018

Sven Olaf sagt ha det

Hei Hei,
vom 16.04 - 21.04 hatten wir mit allen Norwegenfreiwilligen unser letztes gemeinsames Seminar in Oslo. Hannah und ich sind aber noch bis Dienstag bei Maria und Greta geblieben, da wir Montagabend Karten für das Sam Smith Konzert hatten und es sich nicht gelohnt hätte hin und her zu fahren.
Das Seminar war wie immer super schön und ereignisreich und wir haben viel unternommen und gequatscht und gelernt.
Am Montag sind wir alle erstmal nach und nach auf Skaug eingetrudelt, einige hatten ha einen ziemlich langen Weg hinter sich.
Hannah und ich sind so gegen 16:00 angekommen und waren die letzten.
Wir haben dann erstmal das Programm für die nächsten Tage besprochen und dann hat jeder ein bisschen was über sein Projekt erzählt und wie es ihm gerade so geht und was so los ist.
Anschließend haben wir dann zu Abend gegessen und nach dem Essen hatten wir Freizeit.
Dienstag war dann der einzige Tag, an dem wir auf Skaug geblieben und nicht nach Oslo reingefahren sind.
Wir haben uns den ganzen Tag mit unseren Interviews beschäftigt, die wir alle im Vorfeld mit einem Norweger/einer Norwegerin unserer Wahl zum Thema 2. Weltkrieg machen sollten.
Wir konnten dabei den Fokus selber wählen und z.B. Fragen zum Umgang mit dem 2. Weltkrieg in Norwegen heute oder über persönliche Erfahrungen der Familie stellen.
Wir haben im Laufe es Tages sowohl in Kleingruppen über die Interviews geredet als sie auch vor der ganzen Gruppe vorgestellt.
Abends hatten wir dann Freizeit.
Mittwoch ging es dann nach dem Frühstück los zum ehemaligen Gefangenenlager "Grini", zu dem wir ein bisschen länger fahren mussten.
Von der Halbinsel Nesoddtangen auf der unsere Hütte war mussten wir aber sowieso immer erstmal ein Stück laufen, mit dem Bus und anschließend mit der Fähre nach Oslo fahren.
Grini selbst ist heute ein Gefängnis aber direkt nebenan befindet sich ein kleines Museum zum Thema Grini während des 2. Weltkrieges.
Im Museum hatten wir eine Führung durch die Ausstellung und einen kleinen Vortrag, anschließend durften wir auch noch selbst ein bisschen durch die Ausstellung gehen.
Gegen 13:00 waren wir dann im Museum fertig und hatten dann erstmal bis 16:00 Freizeit.
Ich bin in der Zeit mit ein paar anderen ins Friedensnobelpreismuseum gegangen wo es eine super coole Fotoausstellung mit dem Titel "Generation Wealth" gab.
Dort ging es grob gesagt um extremen Reichtum und Wohlstand, aber auch um durch social media beeinflusste Schönheitsideale.
Die Ausstellung hat wirklich zum nachdenken angeregt und war sehr eindrücklich.
Um 16:00 haben wir uns dann mit allen wiedergetroffen und sind gemeinsam zur "Folkehøgskole Rønningen" gefahren, wo wir ein kleines Kennenlernen mit der Klasse hatten, mit denen wir am nächsten Tag einen Workshop im HL Senteret geplant hatten.
Für die die nicht wissen was eine Folkehøgskole ist... Es gibt diese Schulen, die man nach der Schule für ein Jahr besuchen kann überall in Norwegen.
Dort kann man dann verschiedene Linien wie z.B. Gesang, Tanz, Fußball, Sport, Extremsport, Schauspiel, Technik und vieles mehr wählen.
Außerdem lernt man viel über sich selbst und andere, es gibt Einheiten zum Teambilding und vieles mehr. Das alles soll dann drauf hinauslaufen, dass man nach dem Jahr besser weiß was man mache oder studieren möchte.
Das Konzept ist ungefähr so populär wie FSJts in Deutschland und viele Norweger besuchen Folkehøgskolen, die sich auch teilweise verschieden auf bestimmte Bereiche ausrichten.
4 unserer Freiwilligen arbeiten auch an Folkehøgskolen, da es dort oft auch integrative Klassen mit Menschen mit Behinderungen gibt.
Die Klasse mit der wir unser Projekt hatten heißt "se verden" (sie die Welt) und beschäftigt sich mit politischen Konflikten und Geschichte in der Welt.
Ihr Augenmerk liegt zwar eigentlich nicht so auf dem 2. Weltkrieg sondern auf dem Israel-Palästina Konflikt, aber sie waren trotzdem alle geschichtlich interessiert.
Bei dem Kennenlernen waren von der 13-köpfigen Klasse leider nur 5 Schüler da, da das ganze Folkehøgskolenprinzip auf freiwilliger Basis funktioniert, aber es war trotzdem ganz cool.
Wir haben Kennenlernspiele gespielt, gequatscht und am Ende noch in der Schule zu Abend gegessen.
Wir kamen dann auch erst so gegen 22:00 wieder nach Hause und sind dann auch relativ schnell ins Kettchen gegangen, weil wir echt immer früh aufstehen mussten...
Am nächsten Tag ging es dann schon gegen 8:30 mit dem Bus und dann mit der Fähre und wieder mit dem Bus und sehr vielen Malen umsteigen zum HL-Senteret (Holocaust center) für unseren Workshop mit der Folkehøgskole.
Wir haben eigentlich die gesamte Zeit über in gemischten Kleingruppen gearbeitet und uns mit den Trailern und kurzen Clips aus zwei Filmen über den 2. Weltkrieg, "Schindler´s Liste" und "Das Leben ist schön" beschäftigt und diskutiert wie die beiden Filme unterschiedliche Eindrücke vermitteln und durch verschiedene Stilmittel und Effekte verstärken.
Der Workshop war wirklich super spannend und der Mitarbeiter vom HL-Senteret hat ihn super interessant gestaltet und geleitet.
Auch wenn die norwegischen Schüler nicht immer so motiviert waren wie wir, hat es trotzdem Spaß gemacht und ich fand es super auf der Sprache zu arbeiten, in der wir momentan eh alle leben.
Nach dem Workshop hatten wir dann bis zum Abendessen Freizeit.
Hannah, Silas, Selma und ich haben in der Zeit noch Fotos für ein Geschenk für unserer Teamer Leo ausgedruckt und fürs Abendessen eingekauft.
Nach dem Abendessen hatten wir dann mit Leo noch eine kleine Einheit zum Judentum, die uns auf den Besuch des jüdischen Museum am nächsten Tag und den in einer Synagoge am Samstag vorbereiten sollte.
Nach der Einheit haben wir dann Interviews mit allen für unseren Film gemacht.
Leo hatte nämlich die Idee einen kleinen Film über das Seminar und generell über unsere Zeit zusammen zu machen, der uns dann auch in vielen Jahren noch an unsere Gruppe und das Jahr erinnern kann.
Es hat sich dann ein kleines, verantwortliches Filmteam gebildet und wir haben uns schnell dazu entschlossen Interviews mit allen Projekt- Zweierteams zu machen.
Es war unglaublich lustig und der Film ist zwar noch nicht fertig geschnitten aber ich glaube das er super werden wird und wir uns ihn auch in vielen Jahren noch anschauen werden.
Am nächsten Tag ging es dann mal wieder relativ früh los zum ASF-Büro wo wir eine Gesprächsrunde mit einer Zeitzeugin hatten.
Ihr Vater, der inzwischen seit vielen jähren tot ist war norwegischer Widerstandskämpfer im 2. Weltkrieg und hat unter anderem viele KZ Aufenthalte überlebt.
Sie hat die Geschichte ihres Vaters erzählt aber auch davon berichtet wie es ist als Kind mit einem traumatisierten Vater aufzuwachsen.
Wir waren alle restlos begeistert von ihr! Ihre Erzählungen waren so fesselnd, dass wir alle an ihren Lippen hingen und sie hat mit einer solchen Liebe von ihrem Vater und ihrer Familie erzählt, die mich unglaublich berührt hat.
Unsere Länderbeauftragte Christina will und jetzt auch noch ihre e-mail Adresse geben weiler ihr alle schreiben wollen wie toll wir sie finden :D
Nach dem Zeitzeugengespräch haben wir dann noch alle im Büro unser mitgebrachtes lunsj gegessen und hatten dann bis zum Besuch im jüdischen Museum Freizeit.
Hannah und ich haben uns in der Zeit nochmal kurz beim Frisör die Haare abschneiden lassen.
Danach sind wir mit Greta noch ein bisschen durch die Geschäfte geschlendert und haben uns dann an der "Karl-Johanns-Gate" eine Parade angeschaut die dort war.
Im jüdischen Museum haben wir uns dann erst eine kurze Einführung angehört und konnten uns das Museum dann alleine ansehen.
Ich fand das Museum ehrlich gesagt nicht so super spannend. Es war zwar gut und interessant gemacht aber für mich persönlich nicht so viel neues...
Nach dem Museumsbesuch hatten wir wieder bis zum Abendessen Freizeit.
Nach dem Abendessen war dann erstmal aufräumen angesagt und danach haben wir einen kleinen bunten Abend gemacht, wo wir Christina und Leo unsere Geschenke übergeben und schonmal erste Ausschnitte aus unserem Film gezeigt haben.
Außerdem hat Leo einen Poetry Slam Text vorgetragen, den er für und über uns und unsere gemeinsame Zeit geschrieben hat.
Samstagmorgen mussten wir dann super früh mit all unseren Gepäck los zum ASF Büro.
Dort haben wir dann erstmal gefrühstückt und anschließend unsere Sachen fortgelassen und uns auf den Weg zur Synagoge gemacht, wo wir an einem Shabbat Gottesdienst teilnehmen durften.
Auch wenn wir fast nichts verstanden haben, war es eine super schöne und besondere Erfahrung und bei kiddush im Anschluss an die Messe gab es auch nochmal Zeit zum Leute kennenlernen und Fragen stellen.
Gegen 13:00 war das Seminar dann offiziell zu Ende und die ersten von uns haben sich schon auf den Weg nach Hause gemacht.
Die meisten sind aber noch bis Sonntag und Hannah und ich bis Dienstag geblieben.
Samstagabend haben wir dann alle zusammen bei Greta und Maria Zuhause gegrillt, weil das Wetter einfach super schön und sonnig war.
Wir hatten super viel Spaß , haben getanzt und gelacht und ich war in diesem Moment einfach super glücklich. Kennt ihr diese Momente, in denen ihr schon während ihr in ihnen wisst das ihr euch an diesen Moment noch lange erinnern werdet? Das war so ein Moment ❤
Am nächsten Tag sind Maria, Greta, Hannah, Juliane und ich dann noch zu einem Flohmarkt an einer Schule in Nordstrand gegangen, der echt viele coole Sachen hatte... ich sag nur ich bin jetzt die stolze Besitzerin aller drei high school musical Teile auf DVD!
Juliane ist dann gegen Mittag direkt von dort aus zum Flughafen gefahren und wir anderen haben den restlichen Tag eigentlich nur gechillt, in der Sonne gesessen und gelesen.
Abends haben wir dann noch Maria gezwungen die erstem beiden High school Musical Teile zu gucken, weil sie sie noch nie gesehen hatte und das einfach Kulturgut ist!
Am Montag mussten Maria und Greta dan wieder arbeiten und Hannah und ich waren vormittags einfach ein bisschen in Grünerløkka bummeln.
Gegen 18:00 haben wir uns dann schon auf den Weg zur Telenor Arena gemacht, wo das Konzert um 19:45 mit der Vorband losging.
Über dieses Konzert könnte ich einen eigenen Blogeintrag machen aber hier jetzt vllt nur so viel: Es war das beste Konzert auf dem ich je war, ich habe noch nie einen Menschen so wunderschön singen hören und Musik hat mich selten so berührt.
Ein sehr guter Anfang auch für Hannahs und meine Konzert und Festivalgeschichte!!
Dienstag ging es dann auch schon gegen 9:00 wieder mit dem Zug zurück nach Hause, wo wir dann gegen 12:00 angekommen sind und ganz entspannt noch genug Zeit hatten bis wir dann um 14:30 los zur Arbeit mussten.
Nächstes Wochenende fahre Hanni und ich dann nochmal Selma und Silas an der Folkehøgskole in Moi besuchen, worauf ich mich schon sehr freue.
Selma hat dann auch am Sonntag Geburtstag was natürlich nochmal extra toll ist :)
Und in weniger als 3 Wochen geht es für mich dann auch schon nach Israel, was ich dazu sagen soll weiß ich echt nicht ich bin einfach schon so aufgeregt und freue mich riesig!
Ich berichte euch natürlich!
Sorry mal wieder für die Länge, aber über die Seminare gibt es einfach immer so viel zu erzählen...
Ich sende euch ganz viel Liebe,
Helena

Samstag, 14. April 2018

Marlene&Linda x Maria&Greta x Hannah&Jake

Hei ho!
Obwohl mein letzter Post noch garnicht so lange her ist, ist schon wieder total viel passiert.
Einen Tag nachdem mein Vater wieder abgereist ist sind meine beiden Freundinnen Marlene und Linda und die Oslofreiwilligen Greta und Maria zu Besuch gekommen.
Greta und Maria sind dann sofort mit Hannah auf die Hütte gefahren, Marlene, Linda und ich sind erstmal zu Hause geblieben.
Freitag haben wir erstmal einen langen Spaziergang zur "Zwiebel", dem Wahrzeichen unserer Region (eine große blaue Zwiebel aus Metall) gemacht, in deren Nähe sich auch ein cafe befindet, das ich letztens erst neu entdeckt habe.
Im Cafe haben wir uns dann erstmal ein Käffchen und eine Waffel gegönnt.
Leider konnte ich nicht mit meinen Norwegischkenntnissen angeben, weil der Typ der uns bedient hat nur englisch konnte :D.
Samstag sind wir dann schon "relativ" früh aufgestanden um nach Lillehammer zu fahren.
Da Marlene und Linda über Ostern da waren, mussten wir die beiden Tage an denen die Geschäfte aufhatten zum shoppen nutzen.
Wir sind dann einfach ein bisschen durch die Fußgängerzone und die Geschäfte gebummelt.
Das Pfannkuchenhaus hatte dieses mal leider zu, aber wir haben in einem schönen Cafe eine Kleinigkeit gegessen.
Wir waren dann auch schon so gegen 17:00 wieder zu Hause und sind zeitgleich mit Greta, Maria und Hannah in Granly angekommen, das nennt man timing.
Den Rest des Abends haben wir dann noch gechillt, gekocht und unsere Sachen für die Hütte gepackt, bevor es dann um 23:00 mit der Osternacht in der Kapp kirke losging.
Hannah und ich waren das erste mal in der Kirche, die wirklich winzig aber super süß war.
Leider waren nur super wenig Leute in der Messe aber es war trotzdem unglaublich schön.
Am Anfang der Messe hat jeder eine kleine Kerze bekommen, die vor dem letzten Lied angezündet wurden.
Dann wurde begleitet von Orgel und Trompete ein Osterlied gesungen, das sehr viele Strophen hatte und das außer uns irgendwie alle auswendig konnten.
Nach und nach hat dann erst die Orgel und dann auch irgendwann die Trompete aufgehört zu spielen und wir sind alle zusammen mit unseren brennenden Kerzen nach draußen gegangen.
Dort wurde dann noch die letzte Strophe gesungen und sich dann "frohe Ostern" gewünscht.
Es war irgendwie total die besondere Atmosphäre draußen im Schnee und im dunkeln nur mit unseren Kerzen, wirklich ein schöner Moment.
Nach dem Gottesdienst sind wir dann alle zusammen direkt von der Kirche zur hytta gefahren, wo wir dann nach einem kleinen Mitternachtssnack auch alle ziemlich schnell ins Bett gefallen sind.
Am Sonntag haben wir dann erstmal alle ausgeschlafen und dann ein ausgiebiges Osterfrühstückt mit Waffeln, Bacon, Müsli, Obst, Kaffee und so weiter gemacht und gegessen.
Den restlichen Tag haben wir einfach gechillt, viel Karten gespielt, gegessen und das schöne Wetter genossen.
Am nächsten Tag haben wir dann nachdem wir alle aufgestanden waren nur noch gefrühstückt und dann alles aufgeräumt und zusammengepackt.
Dann ging es mit dem Auto auch schon wieder stracks nach Hause.
Dort haben wir dann was zu Mittag gegessen und anschließend bin ich mit Marlene und Linda durch die Häuser gegangen.
Ich habe ihnen Gamlehuset und Birkely gezeigt und wir haben ein bisschen mit den Bewohnern gequatscht. Montagabend sind Greta und Maria dann auch schon wieder mit dem Bus zurück nach Oslo gefahren. Es war wirklich super schön sie hier zu haben und mal wieder zu sehen, vor allem über Ostern!
Dienstag mussten Hannah und ich dann auch wieder arbeiten, worauf ich mich nach den vielen freien Tagen aber auch echt wieder gefreut habe.
Nach der Arbeit bin ich dann mit Marlene und Linda nach Gjøvik gefahren, wo wir auch noch mal ein bisschen gebummelt und geshoppt haben.
Als wir dann abends wieder nach Hause gekommen sind war auch schon Hannahs Freund Jake da, der bis Sonntag zu Besuch war.
Er hat auch Dienstagabend direkt mal für uns alle Spaghetti Carbonara gemacht, solchen Besuch haben wir doch gerne ;)
Mittwoch haben Marlene und Linda dann morgens eigentlich nur noch ihre Sachen gepackt, bevor ich sie dann gegen 13:00 nach Lena zur Busstation gefahren habe.
Die beiden sind wirklich ein Stückchen Heimat und Familie und ich habe mich sehr gefreut, dass sie mich besuchen gekommen sind.
Sie haben mir bei unserem Abschied auch nochmal gesagt, wie gut es ihnen gefallen hat und das sie vllt im Sommer nochmal kommen wollen,  was mich natürlich nochmal mehr freut.
Am 05.04 hatte Hannah dann Geburtstag und es war ein wunderschöner Tag.
Sie hatte sich weil ja auch Jake zu Besuch war von Mittwoch bis Freitag freigenommen, weshalb sie auch an ihrem Geburtstag frei hatte.
Ich hatte aber leider nicht frei, sondern Frühdienst in Birkely.
Nach der Arbeit haben wir dann erstmal Kaffee getrunken und Kuchen gegessen und sind dann mit dem restlichen Kuchen rüber nach Bjørkebakken gegangen.
Dort kamen wir auch genau rechtzeitig zum Nachmittagskaffee und die Bewohner haben sich natürlich riesig gefreut Hannah zu sehen, und über den Kuchen natürlich auch.
Abends waren wir dann noch zu dritt Sushi essen, Hannahs Eltern haben bezahlt ;)
War wirklich ein super schöner Abend und sehr leckeres Essen!
Heute Abend gehen Hannah und ich zu einem Eishockeyspiel Norwegen gegen Russland in den Fjellhallen in Gjøvik, worauf ich mich schon riesig freue!
Am Montag geht es für uns dann auch schon wieder zum letzten "richtigen" Seminar nach Oslo.
Wir werden 6 Tage lang in der gleichen "hytta" auf den Nesoddtangen sein, in der wir auch bei den Orientierungstagen gewohnt haben.
Fürs Ende geht es also dahin zurück, wo alles begann.
Ende August haben wir zwar noch ein Abschlussseminar, aber das geht nur einen Tag lang und die Freiwilligen, die an der Folkehøgskole arbeiten werden leider nicht dabei sein, da ihr Freiwilligendeinst auf Grund es Schuljahres schon Mitte Mai endet.
Ich bin schon sehr gespannt zu sehen, was das Programm dieses mal für uns bereithält.
Gerade sitze ich auf der Terrasse und genieße die Sonnenstrahlen, langsam wird es selbst in Kapp Frühling 🥀
Genießt das Wetter meine Lieben & bis bald
H xx

Donnerstag, 29. März 2018

God påske

Hei meine Lieben,
ich weiß, ich habe mich mal wieder viel zu lange nicht gemeldet, aber mit unserem vielen Besuch in der letzten Zeit hatte ich leider keine Zeit zum schreiben.
Vom 15.03 - 19.03 war ein guter Freund von mir, Jan, da und zur gleichen Zeit war auch ein Freund von Hannah bei uns, der auch gerade mit ASF einen Freiwilligendienst in Tschechien macht.
Wir hatten ein paar super schöne und entspannte Tage zusammen und haben uns alle super verstanden. ich fand es auch total schön, dass wir zu viert waren weil man dann irgendwie immer nochmal mehr machen kann.
Wir waren z.B am Freitagabend unten am See und haben gegrillt.
Wir hatten und Einweggrills gekauft und Würstchen, Brötchen, Glühwein und Tee mitgenommen und sind dann zum See runtergegangen wo es so kleine offene Holzhütten auf so Stelzen gibt in die man sich reinsetzten kann.
Am Samstag sind wir dann auch noch alle zusammen nach Lillehammer gefahren, was auch total schön war.
Wir sind einfach ein bisschen durch die Stadt gebummelt und haben dann noch bei der Olympia Halle vorbeigeschaut, weil an dem Tag in Lillehammer ein großes Skirennen stattgefunden hat und die Läufer am Ende in der Halle angekommen sind.
Ich habe mich wirklich total gefreut, dass Jan mich besucht hat und er überlegt jetzt auch in seinen nächsten Semesterferien im August nochmal zu kommen falls es passt, was ja dafür spricht, dass es ihm bei uns auch ganz gut gefallen hat ;)
Vom 23.03 - 28.03 war dann mein Papa hier, was auch total toll war!
Er hatte sich am Flughafen in Oslo ein Auto für die zeit hier geliehen und ich habe am Freitag schon ganz aufgeregt an der Auffahrt gewartet, bis er mit dem Auto gekommen ist.
Das wir die ganzen 5 Tage ein eigenes Auto hatten, hat uns auch total flexibel gemacht und ich musste mal nicht für das Granly Auto bezahlen, was wir in der letzten Zeit doch ziemlich oft genutzt haben.
Außerdem hatte ich mir den Montag und Dienstag freigenommen, sodass wir echt total viel Zeit hatten Sachen zu unternehmen.
Und dann bringt so ein Papa ja noch den Vorteil mit sich, dass man mal nicht alle selber bezahlen muss und auch mal zum Essen eingeladen wird :D
Wir haben in den 5 Tagen auch so ziemlich alles hier in der Nähe besichtigt.
Wir waren in Hamar und Lillehammer, bei der Hütte, in Lena und Gjøvik und bei den Fjellhallen die für die olympischen Winterspiele 1994 gebaut wurden.
Es war so schön meinen Vater hier zu haben und ihm alles zu zeigen und meine Bewohner vorzustellen. Um so trauriger war ich dann natürlich, als er sich gestern morgen wieder auf den Weg zum Flughafen gemacht hat, aber zum Glück kommen meine Eltern ja im Juni nochmal zu Besuch.
Gestern Abend ging es dann auch schon wieder weiter mit dem Besuch... Greta und Maria aus Oslo sind bis Montag bei uns zu Besuch.
Die beiden haben von gestern auf heute bei uns übernachtet, aber sind dann heute mittag mit Hannah zur Hütte gefahren, wo sie erstmal bis Samstag bleiben wollen.
Heute Abend kommen dann noch zwei Freundinnen von mir, die bis Mittwoch bleiben.
Wir wollen dann hier Samstagabend alle zusammen in die Osternacht gehen und Sonntag bei uns Ostern feiern. Von Sonntag auf Montag wollen wir dann vllt. nochmal alle zusammen auf die Hütte fahren, was mit 6 Leuten bestimmt total cool und lustig wird.
Wie ihr seht ist bei uns mal wieder full house, was manchmal auch echt ein bisschen stressig wird, aber ich freue mich jedes Mal ein Stück zu Hause hier zu haben und meinen Freunden und Familie mein Leben hier zu zeigen!
So, jetzt muss ich auch bald schon los Marlene und Linda aus Lena abholen :)
Ich wünsche euch schonmal schöne Ostern, oder "God påske" wie man hier sagt!
Bis bald, H

Sonntag, 4. März 2018

Besuch von Klara

Hallo ihr Lieben,
nachdem ich Klara heute morgen schon früh zum Bus gefahren habe, der sie zum Osloer Flughafen gebracht hat, habe ich jetzt ein bisschen Zeit euch von den vergangenen Tagen zu erzählen.
Am 22.02 habe ich Klari erst einmal am Flughafen in Oslo abgeholt und wir sind zusammen zu Greta und Maria gefahren.
Kurz nachdem wir bei ihnen zu Hause angekommen sind, kamen die beiden dann auch schon von der Arbeit nach Hause, sodass wir noch kurz quatschen konnten bevor wir uns auf den Weg in die Stadt gemacht haben.
Klara und ich haben dann Donnerstagnachmittag erstmal das Touriprogramm gemacht, da Klara auch noch nie in Oslo oder allgemein in Norwegen war.
Das hieß dann also erstmal so Oper, Rathaus, Schloss und Innenstadt angucken.
Abends haben wir dann noch für uns und Greta und Maria gekocht.
Am Freitag ging es dann für uns ins alternative Viertel "Grünerløkka", wo wir auch eigentlich fast den ganzen Vor-und Nachmittag verbracht haben, während Greta und Maria arbeiten mussten.
Später haben wir dann noch eine Rundfahrt mit der Fähre gemacht, die an verschiedenen Inseln im Oslofjord vorbeigefahren ist.
Abends kam Phillip dann noch mit zu Greta und Maria und wir haben alle zusammen gegessen und einen Film geguckt.
Am Samstag hatten wir viel vor. Als erstes sind wir 5 mit der T-bane auf den "Holmenkollen" gefahren. Der Berg ist für diverse Wintersportwettbewerbe wie Biathlon, Skispringen oder Cross-country Skifahren bekannt.
Für die nicht so krassen Sportprofis unter uns gibt es dort in der Winterzeit aber noch etwas anderes, mindestens ebenso rasantes... Eine Piste, die man mit dem Schlitten ca. 20-30 Minuten herruntersaust.
Die Schlitten und Helme kann man sich oben auf dem Berg ausleihen und wenn man die Strecke heruntergefahren ist, kann man den Berg wieder mit der Bahn hochfahren.
Da es Samstag war und das Wetter super schön sonnig war war es echt super voll und die Bahn war jedes mal komplett überfüllt, aber man konnte trotzdem ganz gut fahren und es hat einfach unglaublich viel Spaß gemacht.
Wir konnten leider nur 2 mal fahren, weil die Fahrt mit der Bahn auch immer echt lange gedauert hat und wir uns ja vorher auch noch alles ausleihen mussten und so.
Abends hatten wir dann nämlich schon wieder andere Pläne.
Da Klara Mitte Februar Geburtstag hatte, habe ich ihr nämlich nachträglich 2 Karten für die Oper "Tosca" für Samstagabend geschenkt.
Lustigerweise hatten Greta und Maria auch Karten für die gleiche Oper, sodass wir alle zusammen gehen konnten.
Da die Oper schon um 18:00 angefangen hat, waren wir auch schon so um 21:00 wieder zu Hause und Phillip ist nochmal vorbeigekommen.
Greta und Marias Einrichtung hat ein eigenes Schwimmbad mit Sauna, das die beiden such kostenlos nutzen können und das haben wir dann erstmal ausgenutzt und den Abend abwechselnd in der Sauna, dann im Schnee wieder in der Sauna und im Wasser verbracht.
Sonntag sind Klara und ich gegen Mittag zum Blå gefahren, wo jeden Sonntag ein kleiner Kunstmarkt stattfindet.
Nachdem wir uns dort ein bisschen umgesehen hatten haben wir uns dann noch mit Greta, Maria und Philip in den "Mathallen" getroffen.
Dort gibt es diverse Stände und kleine Läden mit Feinkostessen... Leider alles unbezahlbar für uns, aber gucken kann man ja und probieren manchmal auch.
Anschließend hat Phillip uns dann noch das Altenheim gezeigt, in dem er arbeitet und wir sind noch kurz in den nahegelegenen Park gegangen.
Nach 4 wunderschönen Tagen in Oslo war es dann gegen 18:00 Zeit für uns nach Hause zu fahren.
Hannah war von Freitag bis Sonntag in Hamburg, sodass wir dann Sonntagabend alle zusammen mit dem nettbuss fahren konnten.
Klara war dann noch 6 Tage bei uns in Kapp, was wirklich toll war!
Wir haben ihr Kapp gezeigt, waren in Lena und Gjøvik, haben viel Kaffee getrunken und einfach mal wieder gequatscht und Zeit zusammen verbracht.
Besonders schön fand ich, dass Klara auch einen Tag mit mir bei der Arbeit und auch einmal mit beim samling war und meine Bewohner und Mitarbeiter kennengelernt hat.
Alle Bewohner waren total begeistert vom Besuch aus Deutschland und Klara war irgendwie direkt mittendrin.
Samstagabend gab es dann noch eine Disco für die Bewohner zu der wir auch gekommen sind und es war super lustig und süß mit den Bewohnern zu tanzen.
Heute morgen ist Klari dann auch schon wieder zurück nach Amsterdam geflogen.
Die Zeit ging viel zu schnell vorbei und ich vermisse meine Klara jetzt schon, aber zum Glück dauert es nicht allzu lange bis wir uns wiedersehen, weil wir ja im Mai zusammen zu Marie nach Israel fliegen. Ich kann es jetzt schon kaum erwarten!
Übernächste Woche kommt dann auch schon ein Freund von mir und ein Freund von Hannah zu Besuch, bei uns geht es im Moment echt schlag auf schlag.
Ich erstatte euch dann wie immer Bericht!
Only Love, H

Mittwoch, 14. Februar 2018

Ferie i Stockholm

Hei Hei,
von Donnerstag bis Samstag waren Hannah und ich für einen kleinen Trip in Stockholm.
Los ging es aber schon am Mittwoch. Wir sind nach der Arbeit erst abends mit dem Zug von Gjøvik nach Oslo gefahren, bevor dann um 23:00 unser Flixbus von Oslo nach Stockholm losgefahren ist.
Die Fahrt ging dann über Nacht und war auch eigentlich ganz angenehm, da der Bus relativ leer war und wir beide einen Doppelsitz hatten und uns zum schlafen hinlegen konnten.
Am nächsten Morgen sind wir dann um 6:45 in Stockholm angekommen.
Für uns ging es dann erstmal los in Richtung Hostel, dass vom Hauptbahnhof zum Glück nur ca. 10 Minuten zu Fuß entfernt war.
Das Hostel hat auch zum Glück schon um 7:00 aufgemacht, aber einchecken konnte man erst ab 8:00. Wir konnten aber unser Gepäck im Luggage room zwischenlagern und sind dann direkt schon mal losgezogen die Stadt erkunden oder besser gesagt erst einmal Frühstück suchen.
Nach einigem rumlaufen und Preise vergleichen haben wir uns dann letztendlich in "Gamla Stan", der Altstadt von Stockholm ins "Espresso House" gesetzt und erstmal ein Käffchen getrunken und ein kleines Sandwich gegessen.
Wir wussten leider vorher nicht, dass die meisten Geschäfte in Stockholm erst um 10:00 oder sogar 11:00 aufmachen, weshalb wir dann erstmal etwas länger im Café sitzengeblieben und unseren Tag geplant haben.
Als wir uns genug aufgewärmt und gestärkt hatten sind wir dann nach "Södermalm", ein etwas alternativeres Viertel Stockholms gelaufen.
Dort sind wir einfach ein bisschen rumgelaufen und durch die vielen schönen Geschäfte gebummelt, von denen die meisten leider viel zu teuer waren...
Gegen 15:00 sind wir dann erstmal zurück zum Hostel gelaufen und haben eingecheckt und unser Zimmer bezogen.
Wir haben auf einem 8er Zimmer geschlafen, was echt super schön war, da wir sogar ein eigenes Bad mit 2 Duschen hatten.
Allgemein kann ich unser Hostel nur absolut empfehlen!! Es war super schön und sauber, in zentraler Lager und nicht zu teuer.
Also wenn ihr irgendwann mal in Stockholm seit... Das "City Backpackers Hostel" ist einen Besuch wert ;)
Nach kurzem ausruhen sind wir dann nochmal für eine "Fika" (schwedische Kaffeepause) losgezogen.
2 Zimtschnecken später ging es für uns dann auch schon relativ früh wieder zurück ins Hostel weil wir von der langen Fahrt echt müde waren.
Wir haben uns dann später einfach ein paar Nudeln im Hostel gekocht, die es dort für alle Gäste gratis gab :D.
Wir sind dann auch schon ziemlich früh schlafen gegangen, um am nächsten Tag fit für unsere Stadterkundung zu sein.
Am nächsten Morgen haben wir dann erstmal im Hostel gefrühstückt, denn für 7,50€ gab es ein super leckeres, kleines Frühstücksbuffet mit Brötchen, Obst, Jogurt, Kaffee, Tee, Orangensaft und Obst.
Gut gestärkt haben wir uns dann auf den Weg zur "Invisible Exhibition" gemacht, die Hannah vorher im Internet entdeckt hatte. Wir wussten garnicht genau was uns erwartet, aber es war von einer Ausstellung im völligen Dunkeln die Rede, die einen in eine andere Welt entführt und die von einem blinden Guide geleitet wird und das klang doch ziemlich spannend.
Für die englischsprachige Tour um 12:00 waren Hannah und ich die einzigen, sodass wir mit unserem Guide alleine in der Ausstellung waren.
Die Tour ging etwa 1 Stunde und führte und in vollkommener Dunkelheit durch verschiedene Räume, die Teile des alltäglichen Lebens dargestellt haben.
Wir mussten uns dann nur durch tasten und hören zurechtfinden und herausfinden, was die verschiedenen Räume oder Gegenstände darstellen.
Allgemein ging es darum Aufmerksamkeit auf das alltägliche Leben von blinden Menschen und den damit verbundenen Herausforderungen und Schwierigkeiten zu lenken.
Es war echt eine krasse Erfahrung für 1 Stunde garnichts zu sehen und man hat sich plötzlich über ganz andere Dinge Gedanken gemacht.
Anschließend sind wir dann nochmal in die Innenstadt gefahren und ein bisschen shoppen gegangen.
Zum Mittagessen ging es dann wieder zurück zu den gratis Nudeln ins Hostel, Geld sparen und so ;)
Den restlichen Nachmittag und frühen Abend sind wir dann mit unserem 24h Bus und Bahn Ticket, das wir uns morgens gekauft hatten verschiedene U-Bahn Stationen abgefahren.
In Stockholm gibt es nämlich in einigen Stationen "Subway Art" und die Wände und Decken sind unter verschiedenen Themen cool gestaltet. Lohnt sich echt sich das mal anzuschauen!
Etwas später haben wir dann noch in einem sehr leckeren Burgerladen zu Abend gegessen.
Am nächsten Tag ging es für uns, nachdem wir in der sehr süßen Bäckerei/Café "Fabrique" gefrühstückt haben zum ABBA Museum.
Wir waren uns erst nicht sicher, ob wir dort hingehen sollten weil der Eintritt mit 25€ schon echt teuer ist, aber Hannah war dort vorher schonmal mit ihren Eltern und meinte das es sich echt lohnt und mir bestimmt gefallen würde.
Es hat sich auch echt gelohnt, denn das Museum war super interaktiv und man konnte total viel selber machen und singen und tanzen und so.
Nachmittags sind wir dann noch ein bisschen durch so ein schönes Viertel gebummelt und anschließend nochmal zum Hostel gegangen um uns etwas aufzuwärmen.
Zum Abendessen sind wir dann in ein total schönes Restaurant direkt neben unserem Hostel gegangen, das typisch schwedisches Essen angeboten hat.
Als Gast vom Hostel hat man eine Rabattkarte für dieses Restaurant bekommen, was echt super war.
Die Kjøtbullar waren super lecker und ein guter Abschluss für unseren Kurzurlaub!
Um 23:00 ging dann wieder unser Flixbus zurück nach Oslo und von da dann ein paar Stunden später unser Nettbuss zurück nach Hause.
Gegen 14:30 waren wir dann wieder zu Hause.
Unser Kurztrip nach Stockholm war wirklich super schön und entspannend und ich habe es total genossen mal wieder in einer Großstadt zu sein und nicht arbeiten zu müssen.
Hannah und ich haben auch irgendwie immer die gleichen Vorstellungen was so Unternehmungen und so angeht und mit ihr ist es einfach immer super harmonisch und unkompliziert.
Ich finde immer das wenn man mit jemandem gut reisen kann man schon viel gewonnen hat! ;)
Nächste Woche kommt mich schon meine Klara besuchen, worauf ich mich schon unglaublich freue!

Only Love, H

Samstag, 3. Februar 2018

Keeping up with Helena

Hei hei,
ich habe gedacht, dass ich mich mal wieder bei euch melden und euch über mein Leben auf dem laufenden halten könnte.
Mittlerweile arbeite ich zusätzlich zum Gamlehuset noch 2-3 Tage die Woche in Birkely.
Die Arbeit dort macht mir echt total viel Spaß und es ist total schön nochmal intensiver mit anderen Bewohnern zusammen zu arbeiten.
Ich finde es auch wirklich faszinierend, wie sich die Arbeit und meine Aufgaben je nach den Bewohnern total verändern.
Da die Bewohner in Birkely noch alle total fit und relativ selbstständig sind hat man morgens z.B. immer ziemlich wenig zu tun, weil nur zwei Bewohner überhaupt Hilfe beim sich fertig machen brauchen und weil es für die Frühstücksvorbereitung eine Aufgabenverteilung unter den Bewohnern gibt. So kocht z.B ein Bewohner jeden Morgen "Havregrøt" und ein anderer kocht Kaffee und deckt den Tisch. Die Bewohner nehmen ihre Aufgaben auch wirklich ernst, sodass ich schon des öfteren einen bösen Blick abbekommen habe wenn ich aus versehen mal die Milch oder etwas anderes auf den Tisch gestellt habe.
Dafür ist es aber super angenehm, dass man nicht immer ein Auge auf alle haben muss, weil im Regelfall niemand einfach etwas vom Tisch schmeißt oder ähnliches.
Außerdem kann man sich mit den Bewohnern in Birkely super unterhalten und sie erzählen einem von der Arbeit oder fragen einen Sachen.
Ich arbeite jeden Montag und Freitag und jeden zweiten Donnerstag (immer Frühschicht) in Birkely.
Eigentlich könnte ich deshalb nicht mehr Montags abends mit einer Bewohnerin aus dem Gamlehuset zum Boccia gehen, was ich und sie aber ziemlich schade fanden.
Deshalb komme ich jetzt jeden Montag so gegen 18:15 ins Gamlehuset und fahre mit der Bewohnerin und vielen anderen Bewohnern aus Granny zum Boccia.
Da mir das immer total viel Spaß macht und es auch eigentlich keine richtige Arbeit ist, finde ich es voll cool das ich das so noch beibehalten konnte.
Vorletzte Woche haben Hannah und ich dann leider noch eine sehr traurige Nachricht von unserer Länderbeauftragten Christina bekommen.
Granly hat sich dazu entschieden, im nächsten Jahr keine Freiwilligen mehr von ASF zu nehmen, was bedeutet das Hannah und ich die letzten Freiwilligen in Granny sind.
Diese Option stand schon etwas länger im Raum, da unser Mentor Erik die Freiwilligen im nächsten Jahr nicht hätte betreuen können und sich jemand neues finden musste.
Granly hat Christina außerdem als Begründung gesagt, dass sie umstrukturieren und mehr mit Praktikanten und Azubis arbeiten wollen, was für sie in Konkurrenz zum Freiwilligendienst steht.
Christina hat uns auch mehrmals gesagt, dass Granny betont hat das das auf keinen Fall etwas mit uns zu tun hat und wir eine super Arbeit leisten und so.
Ich habe aber, auch wenn man es natürlich im ersten Moment denken könnte nie gedacht, dass diese Entscheidung etwas mit uns zu tun hat.
Als Christina uns geschrieben hat war ich erstmal absolut geschockt, denn auch wenn die Option im Raum stand habe ich es vorher irgendwie einfach komplett verdrängt und fest damit gerechnet, dass Granny nochmal Freiwillige nehmen würde.
Ich bin so so traurig und für mich gibt es unendlich viele Gründe, warum Granny ein perfektes Projekt für ASF ist und warum auch Granny von der Arbeit mit Freiwilligen profitiert.
In erster Linie finde ich einfach traurig, dass kein Freiwilliger mehr diese wunderbare Einrichtung erleben und mit so tollen und besonderen Menschen arbeiten wird.
Ich kann mir kein schöneres Projekt vorstellen und ich finde es ist ein Verlust für jeden, der nicht hier arbeiten wird.
Was mich aber auch sehr beschäftigt ist einfach der Gedanke, dass wir keine Nachfolger haben werden. Seit ich bei ASF bin freue ich mich darauf meine Nachfolger kennenzulernen, ihnen Tipps und Aufmunterungen mitzugeben und ihnen Sachen hier zu hinterlassen.
Ich habe mir immer vorgestellt was es wohl für ein krasses Gefühl sein muss wenn einem seine Nachfolger schreiben oder wenn man vllt. mal irgendwann später das Vorbereitungsseminar in Hirschluch teamt und die beiden Jugendlichen sieht, die das nächste Jahr in seinem alten Projekt verbringen.
Ich finde es einfach unglaublich schade, dass ich diese Erfahrung jetzt nie machen werde und ich bin auch noch nicht so richtig darüber hinweg.
Ich versuche einfach alles noch mehr zu genießen und dankbar dafür zu sein, dass ich hier sein und Granly kennenlernen darf aber jeden Morgen wenn ich hier auf dem Flur an den zwei großen Bilderrahmen vorbeigehe in denen Fotos und Namen von allen Freiwilligen seit 1999 zusehen sind habe ich das Gefühl das ich jeden Moment losheulen muss...
Naja, aber jetzt mal wieder zu positiveren Dingen!
In der letzten Zeit haben Hannah und ich viele Reisepläne für unsere nächsten Monate geschmiedet und es hat sich viel Besuch angekündigt.
So habe ich z.B fast den ganzen März Besuch von einer Freundin, einem Freund, meinem Vater und zwei Freundinnen.
Anfang April kommt dann Hannahs Freund nochmal über ihren Geburtstag zu Besuch und im Mai kommen noch drei Freundinnen von ihr.
Leider zur gleichen Zeit zu der ich mit meiner Freundin Klara, die gerade als Freiwillige in Amsterdam ist unsere Freundin Marie in Israel besuche, sodass ich die drei garnicht kennenlernen kann.
Nächsten Mittwoch geht es für Hannah und mich aber erstmal los nach Stockholm für drei Tage.
Wir fahren die Nacht von Mittwoch auf Donnerstag mit dem Flixbus durch, sodass wir dann Donnerstag schon morgens da sind und dann wieder in der Nacht von Samstag auf Sonntag nach Hause fahren.
Außerdem kommt am 22.02 Klara zu Besuch, worauf ich mich schon riesig freue.
Wir sind zuerst zusammen für 4 Tage in Oslo und dann kommt sie noch für 6 Tage mit nach Kapp.
Wie ihr seht mangelt es uns also nicht an Plänen und Gesellschaft und ich habe jetzt schon das Gefühl, dass ich garnicht alles schaffe was ich mir so ansehen und bereisen will.
Ich berichte dann auf jeden Fall von Stockholm, wenn wir zurück sind!
Bis dahin, genießt die letzten Wintertage ✌
Eure Helena


Mein neues Lieblingsbild - D. aus Birkely und ich

Dienstag, 16. Januar 2018

Nordlichter, Rentiere und Energizer

Hei ihr Lieben,
gestern Abend sind Hannah und ich von unserem ASF Seminar in Alta mit den anderen Norwegen-Freiwilligen zurückgekommen.
Heute haben wir dann auch schon wieder gearbeitet und ich bin gerade von meinem  Frühdienst zurückgekommen.
Das Seminar war wirklich toll und sehr besonders und ich glaube mir wird diese Zeit mit den anderen Freiwilligen noch lange in Erinnerung bleiben.
Losging das Seminar für mich erstmal nicht so gut, da ich Sonntagnacht krank geworden bin und deshalb erst einen Tag später, also am Dienstag (9.01) nachkommen konnte.
Als ich dann am Dienstagmittag in Alta gelandet bin hat mich schon am Flughafen die atemberaubende Natur in ihren Bann gezogen, denn schon der Flugplatz ist von Bergen umrahmt.
Leo, der als ehemaliger Freiwilliger schon unsere Orientierungstage mitgeteamt hat, war auch dieses mal wieder mit von der Partie und hat mich vom Flughafen abgeholt.
Nach einer kurzen Busfahrt und einem kleinen Fußweg durch Alta sind wir dann bei dem Gemeindehaus angekommen, in dem wir alle das Seminar verbracht haben.
Unten gab es einen Raum, in dem wir alle auf Matratzen und Isomatten geschlafen und auch die meisten Seminareinheiten und Gesprächsrunden gemacht haben, zwei Badezimmer und noch einen Raum in dem wir immer zusammen gegessen haben und oben war dann die Küche.
Als ich angekommen bin ging es auch direkt los mit der ersten Seminareinheit.
Unser Seminar stand nämlich ganz im Thema der Samis, der Ureinwohner Norwegens, deren Kultur, Lebensweise und Diskriminierung.
Dazu hatten alle Zweierteams im Voraus einen kleinen Vortrag zu einem Themenfeld der "Samis" vorbereitet. Themen waren dabei z.B die Religion der Samis, Politik, Musik und Kultur oder Sprachen. Hannah und ich haben uns im Vorfeld mit der Diskriminierung der Samis beschäftigt.
Wir haben dann alle unsere kleinen "Präsentationen" vorgetragen.
Nach den Präsentationen hatte man echt schon einen guten ersten Einblick in die Lebensweise und Kultur der Samis und es war ein guter Start in unser Themenseminar.
Jeden Abend gab es dann ein Kochteam aus drei Freiwilligen, die für alle etwas leckeres gekocht haben.
Am nächsten Tag waren wir dann den ganzen Tag in der Finnmark unterwegs.
Zuerst sollte es nach Karasjok und anschließend noch nach Kautokeino gehen.
In beiden Orten leben besonders viele Samis und in Karasjok befindet sich außerdem das norwegische Samiparlament, sodass sie super zu unserem Thema gepasst haben.
Wir sind dann wegen der doch relativ weiten Fahrt (ca.3 Stunden nach Karasjok) schon um 8:45 mit zwei Bullis, die wir uns ausgeliehen haben losgetuckert sind.
Die Fahrt an sich war schon ein absolutes Highlight, weil wir durch unendlich wirkende Weiten gefahren sind, die von großen, schneebedeckten Bergen umrahmt waren.
Die Natur im hohen Norden ist einfach atemberaubend und als wir dann mitten auf dem Weg auf eine Herde Rentiere gestoßen sind war das Norwegenfeeling natürlich perfekt und wir standen alle mit unseren Kameras davor, wie so eine asiatische Reisegruppe :D.
Um 13:00 hatten wir dann unseren Termin für eine Führung durchs Samiparlament.
Es war echt super interessant das Gebäude und den Plenarsaal zu sehen und Unterschiede zwischen dem Samiparlament und anderen Parlamenten festzustellen.
Gegen 14:30 sind wir dann weiter nach Kautokeino gefahren, wo wir eine Silberschmiede besucht haben, die traditionell samischen Schmuck herstellt.
Begeistert waren wir aber alle erstmal von dem Haus an sich, denn das Ehepaar das dieses gebaut hat hat für alle 10 Jahre einen neuen Raum in einem völlig neuen Stil errichtet.
Es war so schön einfach durch die verschiedenen Räume zu gehen und die Arbeit, die in diesem ganzen Gebäude steckt zu bewundern.
Nach ca. einer Stunde mussten wir uns dann auch schon wieder auf den Weg nach Hause machen, wo wir dann so gegen 19:00 angekommen sind.
Nach dem Abendessen sind wir dann noch mit ein paar Leuten auf einen kleinen Hang gegangen, von dem man einen wunderschönen Ausblick auf Alta und den Fjord hatte und haben dort ein Lagerfeuer gemacht.
Zum Glück ging es am nächsten Tag erst um 10:45 los mit dem Programm, da wir von unserem Ausflug alle ziemlich fertig und müde waren.
Der Donnerstag stand ganz im Zeichen der ersten vier Monate unseres Freiwilligendienstes.
Wir haben unsere zeit in den Projekten reflektiert und über Hoch-und Tiefpunkte und die persönliche Entwicklung gesprochen,
Ich fand es total beruhigend zu sehen, dass die anderen oft die gleichen Probleme hatten wie man selbst und es hat mich teilweise wirklich berührt was für schöne und besondere Momente alle schon in ihren Projekten erlebt haben.
Nach einer Mittagspause haben wir dann noch ein bisschen über Konfliktmanagement gesprochen und anschließend den Raum für unsere Diskussionsrunde vorbereitet.
Um 16:00 Uhr kam nämlich ein Sami, der auch Abgeordneter im Samiparlament ist für eine offene Gesprächsrunde zu uns.
Wir konnten ihm alle unsere Fragen stellen, die wir so über die vorherigen Tage gesammelt hatten und er war wirklich super sympathisch und hat viele interessante Dinge erzählt.
An unserem leider schon letzten Abend haben wir dann noch einen bunten Abend gemacht wo jeder der wollte etwas vorführen oder ein Spiel für alle vorschlagen konnte.
Wir hatten echt viel Spaß und haben die letzte Zeit zusammen nochmal richtig genossen.
Am nächsten Tag war das Seminar dann auch schon zu Ende, aber Hannah und ich hatten uns schon im Vorfeld entschieden bis Montag zu bleiben und die vier Freiwilligen aus Oslo und Moi Greta, Maria, Silas und Selma hatten sich auch überlegt bis Sonntag zu bleiben.
Nachdem die anderen dann Freitag schon relativ früh zum Flughafen gefahren sind, sind wir anderen nochmal raus an den Fjord gegangen.
Auf dem Rückweg nach Hause konnten wir dann auch noch den wunderschönen Himmel bestaunen, der sich im Norden immer schon so um 14:00 erst orange und rosa verfärbt, bevor er dann dunkel wird.
Zuhause haben wir dann einfach noch ein bisschen gechillt und gequatscht und abends noch zusammen gekocht.
Am nächsten Tag war dann erstmal ausschlafen angesagt, sodass unser Tag erst so um 12:00 richtig losging...:)).
Wir haben uns dann fix fertig gemacht und sind erst ca. 45 Minuten durch Alta gelaufen und dann auf einen Berg gestiegen, von dem man einen wunderschönen Ausblick auf die umliegenden Berge, den Fjord und Alta hatte.
Als wir oben waren ist dann auch schon wieder die Sonne untergegangen, was alles nochmal in ein besonders schönes Licht getaucht hat.
Da wir nicht so schlau waren Taschenlampen mitzunehmen war der Abstieg etwas abenteuerlich aber zum Glück nicht allzu lang.
Zu Hause angekommen haben wir dann wieder zusammen gekocht und anschließend noch einen Film geguckt und Musik gehört.
Gegen 22:00 sind wir dann nochmal in der Hoffnung auf Nordlichter runter zum Fjord gegangen und haben tatsächlich welche gesehen.
Auch wenn es kein grüner Himmel sondern eher helle Streifen am Himmel waren, war das nochmal ein besonderes Highlight für mich!
Am nächsten Tag ging es dann für die anderen 4 zurück nach Hause, sodass wir alle relativ früh aufgestanden sind.
Juliane, die in Alta lebt hat die anderen dann zum Flughafen gefahren und Hannah und ich sind auch mitgekommen.
Nachdem wir die anderem verabschiedet hatten, sind wir dann noch mit Juliane ein bisschen am Fjord entlang auf die andere Seite gefahren.
Dort sind wir dann ein bisschen rumgelaufen und auf dem Rückweg haben wir an so ziemlich jeder Haltebucht angehalten um den wunderschönen Ausblick zu fotografieren.
Zuhause mussten wir uns dann erstmal ein bisschen aufwärmen und etwas zu Mittag essen.
Bevor es dann wieder dunkel geworden ist sind wir aber nochmal rausgegangen.
In Alta kann man wirklich einfach den ganzen Tag draußen rumlaufen und die wunderschöne Natur bewundern, die einfach je nach Wetter und Licht immer anders aussieht.
Als wir wieder zu Hause waren haben wir dann noch Zimtschnecken gebacken und gekocht,
Abends kam dann noch Samuel rüber, der auch Freiwilliger in Alta ist und wir haben alle zusammen en Film "soul kitchen" geguckt.
Juliane und Samuel sind dann auch beide relativ früh ins Bett gegangen, weil sie am nächsten Tag wieder arbeiten mussten und Hannah und ich haben noch unsere Sachen fertig gepackt und sind dann auch schlafen gegangen.
Unser Flug sollte am nächsten Tag um 12:00 gehen, aber wurde dann auf 12:55 verschoben.
Wir hatten dann morgens noch ein bisschen Probleme, weil der Bus mit dem wir zum Flughafen fahren wollten einfach nicht gekommen ist und wir dann letztendlich ein Taxi nehmen mussten, aber Hauptsache wir sind rechtzeitig angekommen.
Als wir dann gegen 15:00 in Oslo gelandet sind mussten wir dann noch mit dem nettbuss nach Lena und dann mit dem Bus nach Kapp fahren, sodass wir erst so gegen 19:00 wirklich Zuhause waren.
Die Zeit in Alta war wirklich unvergesslich und Hannah und ich haben uns fest vorgenommen im Sommer auf jeden Fall nochmal dorthin zu fliegen!
Am Donnerstag kommt jetzt erstmal unsere Länderbeauftragte Christina, die ja auch unser Seminar geleitet hat nach Granly um uns einen Besuch abzustatten.
Wir haben dann ein kleines Gespräch mit ihr und unserem Mentor Erik und anschließend soll sie nochmal vor den anderen Mitarbeiter ASF vorstellen.
Ich berichte euch dann natürlich :)
Bis dann meine Lieben,
Eure Helena