Donnerstag, 19. Juli 2018

Don´t kill my vibe

Hei meine Lieben,
tut mir leid das ich mich so lange nicht gemeldet habe, aber wir hatten die letzte Zeit ein bisschen Stress, weil wir spontan umziehen mussten und da hatte ich einfach andere Sachen im Kopf.
Die obere Etage des Hauses, auf der wir eigentlich gewohnt haben und wo andere Mitarbeiter auch ihre Büros hatten soll bis Weihnachten komplett renoviert werden.
Bei der Begutachtung wurde außerdem Aspest in der Decke gefunden, sodass das mit dem Auszug dann noch schneller gehen musste.
An der Kommunikation hat es hier leider sehr gehapert, sodass wir viel zu spät informiert wurden und die ganze Situation kurz gesagt ziemlich scheiße gelaufen ist.
Hannah und ich wohnen jetzt zusammen in einem Zimmer im Keller eines anderen Hauses.
Leider haben wir dort keine Küche, sodass wir jz immer in den Häusern essen müssen und WLAN gibt es auch nicht, aber das versuchen wir noch zu ändern.
Nach vielem Aufregen und diskutieren haben wir uns jz aber einigermaßen mit der Situation abgefunden und uns unser neues Zimmer schon ganz schön eingerichtet.
Aber jz will ich euch noch von ein paar schönen Sachen erzählen, die während meines letzten Posts so passiert sind.
Erstmal waren Hannah und ich vom 28.06-31.06 in Trondheim.
Wir haben dort in einer sehr schönen Jugendherberge in einem schönen Viertel von Trondheim gewohnt und uns die 4 Tage einfach ein bisschen die Stadt angeschaut.
Trondheim ist Wirkloch eine super süße Stadt mit bunten Holzhäuschen, Brücken und einem Hafen.
Wir sind durch die Fußgängerzone gebummelt, waren in einem interessanten Museum für moderne Rock- und Popmusik und haben eine Bootsfahrt zur Insel Munkholm gemacht.
Die Tage über war es insgesamt etwas kühler, da Trondheim ja nochmal deutlich weiter im Norden liegt aber wir hatten trotzdem viel Sonnenschein.
Von letzter Woche Mittwoch bis Sonntag waren Hannah und ich dann noch auf dem Stavernfestivalen.
Wir hatten uns dort im Voraus als freiwillige Helfer für den Kiosk und die Kaffeebar angemeldet.
Wenn man einen Tag arbeitet, bekommt man einen Tag frei und da das Festival von Donnerstag bis Samstag ging haben wir Donnerstag und Samstag gearbeitet und hatten Freitag und den halben Samstag frei.
Da wir Mittwochabend aber noch einen kleinen Einweisungskurs zum Thema Alkoholverkauf und Altersgrenzen und so hatten, ging es schon einen Tag vorher nach Stavern.
Nach dem Kurs ging es dann zum Festival, wo wir auf dem Campingplatz unser Zelt aufgeschlagen haben,  der für Freiwillige auch gratis war.
Donnerstag haben wir dann von 15:00 bis 23:00 an einer Bar gearbeitet, an der wir umalkoholische Getränke wie Cola, Fanta, Sprite und Wasser verkauft haben.
An der Bar war zwar nicht so super viel los, da die meisten Leute dann doch lieber Bier trinken wollten, aber es hat trotzdem super Spaß gemacht und wir hatten das Glück, dass wir von der Bar einen perfekten Blick auf beide Bühnen hatten.
Freitag hatten wir dann unseren off Tag, den wir auf dem Festivalgelände verbracht und uns so ziemlich alle Acts, die an diesem Tag gespielt haben angehört haben.
Meine persönlichen Highlights an diesem Tag war Sigrid, eine norwegische Sängerin, die auf englisch singt und die man vor allem durch ihren Hit "Don´t kill my vibe" kennt und dann abends natürlich David Guetta.
Hannah und ich hatten vorher noch darüber geredet, dass wir beide nicht so super Fans von DJs sind und das die auf der Bühne ja auch echt nicht so viel machen, aber David Guetta hat einfach super Stimmung gemacht und bei seinen vielen Hits konnte man so ziemlich jedes Lied mitsingen.
Samstag haben wir dann von 13:00 - 20:00 in der Hauptbar gearbeitet.
Wir waren ja eigentlich in der Kaffeebar eingesetzt, aber da es so warm war wollten eh nicht viele Leute Kaffee trinken und an der Bar waren schon genug Leute.
An der Hauptbar wurden sowohl alle alkoholischen Getränke als auch Soda und Wasser und so verkauft, sodass wir vor der Arbeit vorher schon ein bisschen Respekt hatten und dachten, dass es bestimmt stressig wird.
Unser Barchef war aber erstmal super cool und nett und hat uns alles in Ruhe erklärt und gezeigt.
Die ersten 1-2 Stunden war dann aber erstmal super wenig los und wir waren alle gelangweilt an unseren Handys und haben auf den großen Ansturm gewartet.
Gegen 17:30 haben Hannah und ich dann Pause gemacht und als wir um 18:15 wiederkamen war an der Bar plötzlich die Hölle los.
Plötzlich waren gefühlt 20.000 Menschen mehr da und an der Bar herrschte Stress pur.
Ich bin dann direkt hinter eine der ca. 15 Kassen gegangen und Hannah an den Zapfhahn.
Den Rest unserer Schicht hatten wir dann wirklich mehr als genug zu tun aber es hat unglaublich viel Spaß gemacht und es herrschte so ein richtig positiver Stress und alle waren motiviert.
Wir haben dann sogar noch eine Stunde länger gemacht weil wir so drin waren und hatten dann danach noch Zeit den norwegischen Rapper Lars Vaular und zum Abschluss das DJ Duo Broiler sehen.
Sonntagmorgen sind wir dann mit dem Zug wieder zurück nach Gjøvik gefahren.
Das Festival war Wirkloch super cool und das Arbeiten hat total viel Spaß gemacht.
Freiwilliger auf einem Festival zu sein ist wirklich eine super Möglichkeit sich das Geld für die Tickets zu sparen und ich werde das in Zukunft sicher noch öfter machen.
Im Moment sind Hannahs Eltern bei uns zu Besuch und ich finde es super schön, sie endlich mal kennenzulernen!
Von Freitag bis Dienstag fliegt Hannah dann mit ihnen auf die Lofoten und ich bin ein bisschen alleine zu Hause.
Der Sommer bei uns im Projekt ist wirklich toll und das arbeiten macht nochmal mehr Spaß, wenn alle draußen sind und man mit den Bewohnern im Pool schwimmen kann.
Außerdem haben wir den Sommer über einige Aushilfsmitarbeiter, von denen manche auch in meinem Alter sind und dann hat man auch nochmal andere Gespräche und Arbeitsweisen.
Ich melde mich so schnell wie möglich wieder!

LG aus dem sonnigen Kapp
Helena

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